Fulda. „Wir fordern den Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, in seiner Funktion als Stiftungsratsvorsitzenden der Point Alpha Stiftung auf, die Neuaufstellung der Point Alpha Stiftung voranzutreiben – wenngleich aufgrund der aktuellen Entwicklungen fraglich scheint, ob er das kann und möchte.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert die Vorsitzende der SPD Fulda, Sabine Waschke MdL, die jüngsten Ereignisse rund um die Point Alpha Stiftung. „In jedem Fall muss die Stiftungssatzung überarbeitet werden, um eine so einseitige, politische Einvernahme dieser wichtigen Stiftung durch die lokale CDU, wie wir sie hier gerade erleben, zukünftig auszuschließen.“, fordert Waschke.
Letzte Woche sind fünf angesehene Mitglieder aus dem wissenschaftlichen Beirat der Point Alpha Stiftung zurückgetreten. Als Gründe hatten sie unter anderem angegeben, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren die politische Pluralität eingeschränkt worden sei, sich die Umgangsformen unter Wingenfeld als neuen Stiftungsratsvorsitzenden erheblich verschlechtern hätten und, dass der stark CDU-dominierte Stiftungsrat inhaltliche Entscheidungen treffe, ohne sich, wie sonst eigentlich üblich, Rat vom wissenschaftlichen Beirat einzuholen. Zuvor war bereits Ricarda Steinbach als hauptamtliche Direktorin der Point Alpha Stiftung zurückgetreten – offenbar, weil sie politisch unter Druck gesetzt wurde.
„All dies finden wir absolut nicht hinnehmbar. Die Gedenkstätte Point Alpha und die dazugehörige Stiftung haben ein überparteiliches und weit über die Region hinaus sehr wichtiges Anliegen bei der Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilung. Niemals darf dies für parteipolitische Interessen missbraucht werden. Doch genau das tut derzeit die CDU. Daher fordern wir Herrn Dr. Wingenfeld auf, sein bisheriges Handeln und das seiner Mitstreiter im Stiftungsrat kritisch zu hinterfragen und zukünftig auf allen Ebenen die richtigen Schlüsse zu ziehen.“, hebt die Vorsitzende der SPD Fulda, Sabine Waschke Mdl, in der Mitteilung abschließend hervor. +++ pm/ja

and then
So ist es – meinemeinung – sie haben auch Portale erwähnt. Wie es aussieht hat sich die Partei (oder ein gewisser Herr dieser Partei) diese – bis auf dieses – auch vereinnahmt. ;-)
Wo ist die CDU nicht im fuldaer Land stark vertreten?! Mit ein weinig Recherche in diversen nachrichtenportalen stellt man fest, dass sich z. B. im Jahr 2011 über Vereinahme der IHK durch die CDU verwundert geäußert hat. So wurde auch die IHK in die Dienste der CDU gestellt. Herr Sporer mahnte das an und sagte: „Selbstverständlich ist es das gute Recht der CDU-Fulda und auch durchaus passend, [..] aber bitteschön nicht im Rahmen von Veranstaltungen, die zumindest den Schein parteipolitischer Neutralität wahren sollten“
Es ist offensichtlich, dass Point Alpha wie auch die IHK sich in die Reihe der Unterorganisationen der CDU eingereiht haben. So wird die Liste aus CDA, MIT, LSU, FU etc. immer länger.
Point Alpha wurde von der CDU immer schon zur parteipolitischen Propaganda benutzt, vor allem in Wahlkämpfen. Nach dem Motto: Sehr her, was die Kommunisten alles Böses getan haben und niemand solle auf die Idee kommen, nun deren Nachfolger, die Linkspartei, zu wählen. Lieber dann doch die CDU, die immer schon für die Wiedervereinigung und das Ende der DDR eingetreten ist (von der CDU Ost, die Teil des DDR-Apparates war, ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede). Mit Parteipolitik kann man aber keine Stiftung am Leben erhalten. Nun zeigt sich, dass dies einigen prominenten Vertretern der Stiftung klar geworden ist. Und ausgerechnet ein Vertreter der „SED-Nachfolge-Partei“, der Linken, nämlich der Thüringer Ministerpräsident Ramelow muss nun die Stiftungsaufsicht einschalten, um dem Chaos in der Stiftung ein Ende zu bereiten.