Neuausrichtung der Theologischen Fakultät Fulda

Neue Chancen in Fulda: Vernetzung mit weiteren Bildungsträgern in Kirche und Gesellschaft

Dr. Marco Bonacker und Pfarrer Dr. Martin Stanke. (v.l.) Foto: privat

Mit den deutschlandweit angestrebten Veränderungen in der Priesterausbildung stehen auch für die Theologische Fakultät Fulda an den Standorten Fulda und Marburg Entwicklungsschritte an. Wie das Bistum Fulda am Donnerstag dazu weiter mitteilte, sollen die Lehrangebote der Fakultät, die zu einem akademischen Abschluss führen, künftig vor allem am Standort Marburg gebündelt werden.

Für den Standort Fulda, wo die Fakultät neben einer Reihe von wissenschaftlichen Projekten und Forschungen (z. B. Institut Bibliotheca Fuldensis; Anselm-Institut, Biblische Zeitschrift) bereits jetzt im Bereich der Erwachsenenbildung und Fortbildung mit einem breiten Angebot präsent ist (Kontaktstudium, Institut Kirche in der Welt von heute), werden neue Möglichkeiten der Vernetzung mit weiteren Bildungsträgern in Kirche und Gesellschaft geprüft.

Für diesen Entwicklungsprozess hat Bischof Dr. Michael Gerber personelle Verstärkung angekündigt: Zum 3. November – dem Beginn des Wintersemesters 2020/21 – ernennt der Bischof von Fulda mit Dr. Marco Bonacker und Pfarrer Dr. Martin Stanke zwei Bischöfliche Beauftragte: Sie sollen im Auftrag des Großkanzlers und in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung den Entwicklungsprozess der Theologischen Fakultät unterstützen. Dr. Bonacker (36) ist kommissarischer Leiter der Abteilung Erwachsenenbildung im Bischöflichen Generalvikariat Fulda; Dr. Stanke (42) ist als Hochschulpfarrer in Marburg mit der Stadt und mit der Philipps-Universität vertraut. In einer ersten gemeinsamen Konferenz zeigten sich die beiden Bischöflichen Beauftragten zusammen mit dem Bischof und dem neuen Rektor der Fakultät, Prof. Dr. Bernd Dennemarck, nach Angaben des Bistums zuversichtlich, „dass es im Blick auf die anstehenden Aufgaben zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Träger und Hochschule kommt, die auch neue, bislang noch unbekannte Chancen erkennt und wahrnimmt.“

Aktuell bewerben sich die Städte Fulda und Petersberg um das Europäische Kultursiegel und haben hier eine wichtige Hürde genommen. Das Motto dieser Initiative „Raban.Bildung in Bewegung“ erinnert an die frühmittelalterlichen Klöster, die ein Netzwerk wegweisender Bildungsstandorte bildeten: Wie ein solches Netzwerk von Bildungsstandorten in der digitalen Gesellschaft unseres Jahrtausends klug weiterentwickelt werden kann, wird im Zukunftsprozess der Theologischen Fakultät mit ihren Standorten in Fulda und Marburg eine der großen Herausforderungen sein.“ +++ nh/pm