Neonazi-Aufmarsch am Samstag in Fulda

Goerke: Es ist wichtig, nicht wegzuschauen

Am 09.02.2019 in Fulda am Buttermarkt.

Der angekündigte Neonazi-Aufmarsch vom III.Weg in Fulda steht kurz bevor und die Protestvorbereitungen laufen auf Hochtouren und die äußerst rechte Szene mobilisiert bundesweit für Fulda. Darüber informierte Andreas Goerke Vorsitzender von Fulda stellt sich quer e.V. am Samstag beim Koordinationstreffen für das Bündnis #wirsindmehr – wir sind Fulda. „Die Neonazi-Szene mobilisiert bundesweit nach Fulda. Anreisende Neonazis werden bislang neben Thüringen und Bayern vor allem auch aus Sachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Bundesländern und vereinzelt aus dem Ausland erwartet, teils durch organisierte „Zugreisen“ so Andreas Goerke, der außerdem auf Kundgebungen und Flugblattverteilaktionen in anderen Bundesländern und europäischen Nachbarländern verweist, die für den Aufmarsch in Fulda werben. Auch in Fulda versuchte der III.Weg am 09.02.2019 auf dem Buttermarkt mit einem Infostand und einer Kundgebung zu werben. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich immer mehr Fuldaer Bürgerinnen und Bürger zusammen um lautstark die Kundgebung zu stören. Eine Stunde vor dem geplanten Ende haben die rechtsextremen Mitglieder vom III.Weg die Kundgebung beendet.

„Es ist wichtig, nicht wegzuschauen, sondern am 16.02 mitzumachen und klare Position für eine vorurteilsfreie Demokratie und gegen die Naziideologie auf verschiedensten Wegen zu beziehen“ so Goerke. Das Fuldaer Bündnis #wirsindmehr – wir sind Fulda verweist auf die Fülle von Angeboten und Anlaufpunkten, die am Samstag für eine weltoffene, solidarische und vielfältige Gesellschaft plädieren und sich gegen den Neonazi-Aufmarsch positionieren. Darunter zählen, neben der Demonstration, der Auftaktkundgebung, der zentralen Abschlusskundgebung, auch andere Aktivitäten wie Konzerte von Blaufuchs, Cynthia Nickschas und dem Liedermacher Broder Braumüller. Europaabgeordnete, Bundestagsabgeordnete und Landtagsabgeordnete aus Hessen nehmen an den Protesten teil.

Die Polizei wird am 16.02. in Fulda stark präsent und um Trennungen der verschiedenen Versammlungen bemüht sein , Protest in Hör- und Sichtweite muss dennoch gewährleistet werden. Jeder hat das Recht, seine gegensätzliche Meinung auch nahe dem Aufmarsch kundzutun. Andreas Goerke von Fulda stellt sich quer verweist außerdem auf Möglichkeiten des Zivilen Ungehorsams.
Goerke stellt noch mal deutlich klar: „ Ein neofaschistischer Fackelmarsch, der an die SS und NSDAP Aufmärsche erinnert, hat in Fulda nichts zu suchen. Letztendlich sei auch die Anzahl jener Menschen ausschlaggebend, die sich den Neonazis entgegenstellen. „Je mehr Menschen auf die Straße gehen und sich beteiligen, umso höher sind auch die Erfolgsaussichten, die rassistischen Hassparolen durch die ganze Stadt zu unterbinden“ so Andreas Goerke weiter. Das Bündnis #wirsindmehr – wir sind Fulda ruft alle Fuldaer Bürgerinnen und Bürger zu friedlichen Protesten auf.

Weil die Vielzahl von Versammlungslagen und Protesten sich am Samstag dynamisch entwickeln kann, wird auch der Kurznachrichtendienst Twitter empfohlen. Unter den Hashtags #fuldanazifrei und #Fulda werden dort eine Reihe an Echtzeitmeldungen gesammelt. Beginnen werden die Gegenproteste zwischen 12 und 13 Uhr. Um 15.30 Uhr soll die große Auftaktkundgebung und um 16.00 Uhr die große Demonstration beginnen. Die zentrale Abschlusskundgebung ist für 18.30 Uhr geplant. Ab 19.00 Uhr beginnt im Kulturkeller die After Demo Party unter dem Motto : Wir sind mehr – wir sind Fulda starten. Live Musik mit Cynthia Nickschas, Blaufuchs und weiteren Gästen werden für einen friedlichen Ausklang eines langen Tages in Fulda sorgen. +++ pm

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3 Kommentare

  1. Sehr gut dass in Fulda so viel Widerstand gegen extreme Rechte gezeigt wird.
    Sehr gut auch, dass sich viele nicht von extremen Linken dafür instrumentalisieren lassen,
    sondern eigene Initiativen organisieren, dafür ein großes Lob u.a. an die Stadt Fulda!

  2. Am Besten verschiebt man seine Einkäufe am Samstag auf den Freitag. Oder man übt schon mal, den rechten Arm steif zu machen. Oder am Besten: rechten Arm in eine Schlinge. Dann muss man ihn nicht heben: Heil Heil siege die Heil! People love the teutonic stile! 😉

    Aber im Ernst: den ganzen Zirkus selbstdarstellungswütiger Narzissten von extrem links oder rechts kann und sollte man frau sich sparen. Es gibt Wichtigeres zuhause zu tun: Vögel füttern, Wohnung sauber halten und Katze oder Hund streicheln.

    Aber Vielleicht kauf ich mir ja auch ne rote Kappe “America first”, setz mir ne blonde Perücke auf und misch mich unter die Nazis. Das dürfte die mehr verwirren als die Gegendemo. Oder? ;-)))

  3. “Vorurteilsfreie Demokratie”, die gab es gewiß in den von der DKP des Herrn Goerke bis zum letzten Drücker 1990 noch gelobten (“Paradies der Werktätigen”) roten Diktaturen der DDR und SU. SPD-Chef Kurt Schumacher 1950: “Kommunisten sind rotlackierte Faschisten!” Sie seien wie die Nazis schuld gewesen am Ende der Demokratie 1933!!

Demokratie braucht Teilhabe!