Mit 20 Lkw und drei Baggern ins Flut-Krisengebiet

36-Stunden-Schicht mit schwerem Gerät in Ahrweiler

Bei der Vorbesprechung zur geplanten Hilfsaktion: Frank Heinrich (links) vom Kübeldienst Heinrich in Fulda zusammen mit Ina-Maria Döring von der Fuldaer Schrott- und Metallgroßhandlung Johann Döring (rechts) sowie Steffen Leis (Mitte), der als einer der ehrenamtlicher Helfer mit vor Ort sein wird. Foto: privat

Gemeinsam im Flut-Gebiet helfen, das möchten (ost)hessische Unternehmen aus der Recycling-, Bau- und Abbruchbranche. Für das kommende Wochenende haben sie eine großangelegte Aktion organisiert, bei der 20 Lkw mit Baumaterial, Maschinen und Werkzeug nach Ahrweiler fahren. Vor Ort werden sie mit schwerem Gerät in einer 36-Stunden-Schicht helfen, die Straßen von Müll, Geröll, Erde und den zerstörten Gegenständen zu befreien, die Betroffene aus ihren überfluteten Häusern geräumt haben.

„Damit wir schon die Hinfahrt optimal ausnutzen, nehmen wir recyceltes Baumaterial, zum Beispiel zerkleinerten Beton, ins Krisengebiet mit“, sagt Ina-Maria Döring von der Fuldaer Schrott- und Metallgroßhandlung Johann Döring GmbH & Co. KG, die gemeinsam mit Frank Heinrich vom Kübeldienst Heinrich in Fulda das Projekt koordiniert. Weitere Teilnehmer sind die Leo Herrmann GmbH aus Hofbieber, die Mäusgeier & Döring KG aus Bad Hersfeld, Maier Stein- & Pflasterarbeiten und Forst Service Herbart aus Friedewald sowie die Trömel Industriedemontagen und Schrotthandel GbR aus Liebenau bei Kassel.

„Die 20 Lkw haben jeweils 20 bis 40 Tonnen Gesamtgewicht, darunter sind Abroll- und Absetzkipper sowie Sattelkipper. Ebenfalls dabei sind drei Bagger mit Sortiergreifer, ein Radlader und ein Sprinter mit Werkzeug. Darüber hinaus werden die 20 Fahrer sowie zehn weitere freiwillige Helfer auch Spaten, Besen, Schaufeln, Planer, Reiseapotheke und mehr mit nach Ahrweiler nehmen, die von Privatpersonen gespendet wurden“, berichtet Frank Heinrich vom gleichnamigen Containerdienst.

Am Freitagabend, 30. Juli, geht’s los Richtung Koblenz, wo das Hotel Geromont in Plaidt kostenlose Zimmer für eine kurze Nachtruhe zur Verfügung stellen wird. Samstagfrüh gegen 4 Uhr fährt der Konvoi dann weiter nach Ahrweiler, wo die Helfer bis Sonntagnachmittag rund um die Uhr aktiv werden. „Wer wo konkret eingesetzt wird, entscheidet sich je nach Bedarf. Dazu sind wir im Austausch mit Frank Kiesfeld vom Verein Land schafft Verbindung e. V., der unseren Einsatzplan vor Ort bereithält“, erklärt Heinrich und ergänzt: „Laut Frank Kiesfeld ist es so, dass wir erheblich effektiver arbeiten können, wenn wir eine eigenständige Kolonne bilden, also eine Art Pendelverkehr. Das sind dann im Schnitt fünf Lkw auf einen Bagger, die den Sperrmüll, den Schlamm und die Altgeräte non stop aus dem Ort schaffen.“

Ina-Maria Döring zollt schon jetzt allen ehrenamtlichen Helfern Dank, die ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung stellen und betont: „Wir sind sehr glücklich, dass diese Allianz mittelständischer Betriebe so unkompliziert und ad hoc zustande gekommen ist. Überall war die Bereitschaft zu helfen unglaublich groß.“ Neben der körperlichen Anstrengung sei dieser Einsatz gerade auch in Hinblick auf die zu erwartende psychische Belastung eine große Herausforderung für alle. „Umso mehr freuen wir uns über die große Beteiligung. Ein Mitarbeiter kehrt für die Aktion sogar extra aus dem Urlaub zurück.“ +++ pm

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