Macrons “En Marche” bei Wahl in Frankreich deutlich vorne

Die Hälfte der Kandidaten seiner Partei kommt aus der Zivilgesellschaft

Frankreich

Paris. Bei der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich liegt die Partei des neu gewählten Präsidenten Emmanuel Macron deutlich vorne. Laut einer um 20 Uhr in französischen Medien verbreiteten Prognose des Instituts Ipsos bekam “La République en Marche” (LREM) 32,2 Prozent der Stimmen, mit 390 bis 430 von 577 Sitzen kann Macron voraussichtlich auch mit starker Mehrheit Parlament regieren. Les Républicains werden wohl zweitstärkste Kraft und bekommen 21,5 Prozent, der Front National kommt auf etwa 14 Prozent.

Das sozialistisch-kommunistische Bündnis 2La France insoumise” kommt auf 11 Prozent und liegt damit noch vor der Parti Socialiste von Ex-Staatspräsident François Hollande, die mit 10,2 Prozent deutlich an Bedeutung einbüßt. Die Wahlbeteiligung soll nach der Prognose des Instituts Ipsos nur bei 50,2 Prozent gelegen haben und damit deutlich niedriger als 2012, als im ersten Wahlgang 57,23 Prozent der Wähler ihre Stimme abgaben. Ein endgültiges Ergebnis wird aber erst in einer Woche feststehen. Im ersten Wahlgang bekommen bei der Parlamentswahl in Frankreich nur diejenigen Kandidaten einen Sitz, die in ihrem Wahlkreis die meisten Stimmen und gleichzeitig mindestens 25 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten bekommen.

Bei der letzten Parlamentswahl im Jahr 2012 wurden im ersten Wahlgang nur 36 Sitze vergeben, die verbliebenen 541 Sitze erst im zweiten Wahlgang, der stets eine Woche später stattfindet und in dem eine einfache Mehrheit genügt. Seit dem Jahr 1958 hat ein neugewählter Präsident in nachfolgenden Parlamentswahlen schließlich immer eine Mehrheit erreicht, die er zur Umsetzung seiner Politik benötigt. Macron war am 7. Mai in der Stichwahl zum Präsidenten gewählt worden und hatte die LREM erst im April 2016 gegründet. Über die Hälfte der Kandidaten seiner Partei kommt aus der Zivilgesellschaft und hatte bislang kein politisches Amt. +++

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1 Kommentar

  1. Erschreckend ist die geringe Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Die Nichtwähler werden es vielleicht eines Tages bereuen, wenn die neoliberalen “Reformen” demnächst knallhart auf sie zukommen.

Demokratie braucht Teilhabe!