Lindner will Immobilienkäufe mit Bargeld verbieten

Es ist keine ungebührliche Einschränkung der Freiheit

FDP-Chef Christian Lindner

Der designierte Bundesfinanzminister Christian Lindner plant schärfere Maßnahmen gegen Geldwäscher und Steuerhinterzieher. „Was auf keinen Fall akzeptabel ist, sind Schwarzgeld und Steuerhinterziehung“, sagte der FDP-Chef dem „Spiegel“. Die ehrlichen Steuerzahler würden so geschädigt. Künftig sollen Personen, die aus dem Ausland Immobilien in Deutschland erwerben wollen, nachweisen, dass das investierte Kapital versteuert wurde. Ebenso wolle er verbieten, dass Immobilien mit Bargeld bezahlt werden können. „Bargeld hat etwas mit Freiheit zu tun und Kapital aus dem Ausland ist willkommen“, sagte Lindner. „Aber es ist keine ungebührliche Einschränkung der Freiheit, wenn wir wissen wollen, ob es sich um versteuertes Kapital oder Schwarzgeld handelt.“ Kritik übte der designierte Finanzminister auch an Steuertricks. „Ich bin kein Freund von Konstruktionen, die aufgrund der Überkomplexität des Steuerrechts zur Gestaltung genutzt werden“, sagte der Liberale. Das sei zwar legal, aber der Gesetzgeber müsse „Grenzen ziehen“. Er rate dazu, „die Durchsetzung des Steuerrechts zu einem Thema zu machen“. +++

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1 Kommentar

  1. Unter Merkel ist Deutschland zu einem Geldwäsche- und Schwarzgeldparadies geworden. Viel zu lange hat man diese kriminellen Handlungen stillschweigend akzeptiert und solche Geschäfte mit zum Bruttosozialprodukt addiert. Ob Herr Lindner hier auf die Schnelle etwas ändern kann, ist sehr zu bezweifeln. Die mafiösen Strukturen in Deutschland sind inzwischen viel zu mächtig geworden. In anderen Ländern – auch in Italien – sind die von Lindner geforderten Regelungen schon seit Jahrzehnten Praxis.

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