Kretschmann: Politik muss mit „Pegida“-Anhängern reden

Berlin. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat zum Dialog mit den Anhängern der sogenannten Pegida-Bewegung aufgerufen. „Ängste und Vorurteile von Menschen kann man nicht verurteilen. Wir müssen mit ihnen reden und sie von etwas Besserem überzeugen“, sagte Kretschmann dem „Tagesspiegel“. Aufklärung sei das einzige Mittel. Dies gelte aber nicht für die Drahtzieher von „Pegida“, die die Vorurteile der Menschen für niedere politische Zwecke missbrauchten. Mit Blick auf die wachsende Zahl von Flüchtlingen sprach sich Kretschmann dafür aus, die Bevölkerung bei der Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften stärker mit einzubeziehen, um Ängsten zu begegnen. „Man darf nicht warten, bis einem die Probleme auf die Füße fallen. Die Bürger müssen in jedem Fall einbezogen werden. Sonst haben Demagogen freie Bahn.“

Pegida-Gegner sammeln zehntausende Unterschriften im Internet

Gegner der Pegida-Bewegung haben über die Weihnachtstage mehrere Zehntausend Unterschriften im Internet gesammelt. Eine an Heiligabend gestartete Petition unter der Überschrift „Für ein buntes Deutschland – eine Million Unterschriften gegen Pegida“ kamen bis zum 2. Weihnachtsfeiertag schon gut 35.000 Unterschriften zusammen. „Jetzt ist die Zeit, zu bekennen, dass „Wir sind das Volk!“, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion – oder was auch immer – gilt und weiter gelten muss“, heißt es im Petitionstext. Konkrete Forderungen werden darüber hinaus jedoch nicht aufgestellt. +++ fuldainfo


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