Klotzsche bezweifelt das eine Impfpflicht die Probleme beseitigen kann

Auch das Thema ärztliche Versorgung wird auf der Tagesordnung stehen

FDP-Fraktionsvorsitzender Mario Klotzsche

Im Zusammenhang mit der Kreistagssitzung am kommenden Montag in Künzell erklärt Mario Klotzsche, Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten: „In der kommenden Kreistagssitzung wird der Landrat den Haushalt für das nächste Jahr einbringen. Aktuell sehen wir alle, wie schwierig es angesichts der Pandemie ist, Prognosen abzugeben. Für uns ist entscheidend, dass der Landkreis Fulda und das Gesundheitsamt des Landkreises handlungsfähig bleibt, um alle notwendigen Maßnahmen ergreifen und umsetzen zu können. Die schnelle Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, die Sicherstellung der Kapazitäten in den Krankenhäusern und die flächendeckende Bereitstellung von Tests haben jetzt Priorität.“

„Ich persönlich habe Zweifel, ob eine allgemeine Impfpflicht unsere Probleme beseitigen kann. Gegenwärtig ist für Impfwillige zu wenig Impfstoff verfügbar. Manche bekommen Termine für Mai 2022. Solange das so ist, macht die Debatte zur Impfpflicht wenig Sinn. Aber auch wenn alle Menschen geimpft wären, würde es immer noch viele Menschen geben, die erkranken. Aufgrund der hohen Infektionszahlen ist auch eine Wirkung von 90 Prozent nicht ausreichend, um Entwarnung zu geben.“

„Wer sich aus Gewissensgründen nicht impfen lässt, wird sich auch von einer Impfpflicht, zu deren Durchsetzung ein Bußgeld verhängt wird, nicht beeindrucken lassen. Meine Erfahrung ist, dass man mit dieser Art von Druck und Repression wenig erreicht. Überzeugen, informieren, persönliche Gespräche sind besser, um Zweifel auszuräumen. Außerdem müssen endlich auch alternative Impfstoffe (Totimpfstoffe) zugelassen werden, weil viele Skeptiker durchaus bereit wären, sich dann impfen zu lassen. Auch die Zulassung von Covid19-Medikamenten, die das Risiko von schweren Verläufen um bis zu 90 Prozent senken sollen, muss maximal beschleunigt werden. Die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, oft auch der Familien, darf nicht durch politische Debatten und provokante Forderungen forciert werden. Der autoritäre Grundton mancher Bemerkungen, die Abfälligkeit mit der über Grundrechte gesprochen wird, sind brandgefährlich“, so Klotzsche.

Klotzsche weiter: „Am Montag wird auch das Thema ärztliche Versorgung auf der Tagesordnung stehen. Gemeinsam mit der CDU haben wir einen Antrag eingebracht, der die Reduzierung der Öffnungszeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes thematisiert. Außerdem wollen wir die Zukunftsstudie zur Region Fulda im zuständigen Fachausschuss auf die Tagesordnung setzen und daraus Handlungsfelder ableiten. In unserem dritten Antrag sprechen wir uns für die Prüfung der Nutzung gebäudeintegrierter Solarmodule aus. Kreiseigene Gebäude, z.B. Schulgebäude, könnten in größerem Umfang solare Energie erzeugen und nutzen und damit nicht nur Energiekosten sparen, sondern auch Emissionen vermeiden.“ +++ pm

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

1 Kommentar

  1. Winfried+Möller,+Kreistagsabgeordneter+der+Wählervereinigung+DIE+LINKE+Offene.Liste+im+Fuldaer+Kreistag+,+Höllrain+1,+36103+Flieden sagt:

    Es ist schon erstaunlich was jemanden einfällt und sogar veröffentlicht wird, wenn man sich selbst als ehemals eigenständige Opposition zum „Steigbügelhalter und Mehrheitsbeschaffer“ einer ehemaligen Mehrheitsfraktion „herabgelassen, ja degradiert“ hat.
    Mit der Zustimmung zu UNSEREM Antrag könnte Herr Klotzsche samt seiner FDP-Kreistagsfraktion die Glaubwürdige an die Politik deutlich sichtbar untermauern.
    Hier UNSER ANTRAG:
    „Dazu folgt der Antrag, mit welchem der Kreisausschuss aufgefordert werden soll, in Absprache mit den Krankenhäusern und den Intensivpflegekräften eine zusätzliche Prämie in Höhe von 1000,- Euro pro Intensivpflegekraft zukommen zulassen. Den rechtlichen Rahmen stimmt der Kreisausschuss mit den Beteiligten ab. Der Kreistag bewilligt die Mittel, eine Gesamtübersicht ist in der nächsten Kreistagssitzung darzustellen.
    Dazu Wahl und Möller wörtlich: „Es ist nicht ausreichend, immer wieder Applaus für die Arbeit der Intensivpflegekräfte zu spenden. Mit einer finanziellen Unterstützung wird der ausgesprochene Dank glaubwürdiger“.“
    ICH / WIR sind gespannt!

Demokratie braucht Teilhabe!