Karliczek mahnt Kultusminister zur Vorsicht

Infektionsgeschehen müsse "weiter strikt beobachtet" werden.

Anja Karliczek (CDU)

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) warnt ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern vor einem überhasteten Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb. “Solange wir noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 haben, muss auch an den Schulen weiter allergrößte Vorsicht herrschen, um strukturierten Unterricht anbieten zu können”, sagte Karliczek dem “Spiegel”. Es müsse weiter alles getan werden, damit die Schulen nicht zu Infektionsherden werden. Karliczek bezieht sich bei ihrer Mahnung ausdrücklich auf neue Erkenntnisse des Berliner Virologen Christian Drosten. Die in dieser Woche aktualisierte Analyse des Teams um den Charité-Professor bestätige “Hinweise auf eine erhebliche Virenlast bei infizierten Kindern”, so die Ministerin: “Das müssen wir beachten. Die Schulen sollten weiter unbedingt auf den Gesundheitsschutz achten, damit dort verlässlicher Präsenzunterricht angeboten werden kann – selbst wenn dies im Wechsel zu einem digitalen Unterricht geschieht.” Karliczek greift damit auch in Gespräche der Kultusministerkonferenz ein, die derzeit an einem Konzept für das nächste Schuljahr arbeitet. Einige Landesbildungsminister drängen darauf, so rasch wie möglich zu einem regulären Schulbetrieb zurückzukehren. Karliczek mahnt, das Infektionsgeschehen müsse “weiter strikt beobachtet” werden. +++

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