Berlin. Das Oberhaupt der deutschen Katholiken spricht der Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage sein Vertrauen aus: „Wir haben in der Republik heftige Diskussionen gehabt, und bemerkenswert ist, wie Angela Merkel das aushält. Respekt“, sagte Kardinal Reinhard Marx dem „Handelsblatt“. „Durch die Kölner Ereignisse werden auch Ängste in der Öffentlichkeit geschürt, die das viele Positive, was in der Flüchtlingsarbeit geleistet wurde, in den Hintergrund drängen“, erklärte der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz weiter.
Marx sagte dem Blatt, dass jeder Mensch in Not, der nach Deutschland komme, menschenwürdig behandelt werden und ein faires Verfahren erhalten solle: „Unter dieses Niveau darf man nicht sinken.“ Der Kardinal wörtlich: „Die europäische Grenze darf keine `Todesgrenze` sein.“ Er wisse aber wohl, dass nicht alle, die kommen, bleiben könnten. Zugleich warnte der Kardinal von München und Freising davor, dass sich die Mitte der Gesellschaft in der Flüchtlingsdebatte radikalisiere: „Das erschreckt mich auch. Bis in die bürgerlichen Kreise hinein, selbst im christlichen Bereich, hört man gelegentlich ungewohnte Töne. Der rechte Populismus und Nationalismus nimmt zu.“ +++ fuldainfo
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Wieviel hat die Kirche bisher den Fluechtlingen geholfen??Ich waere dankbar fuer
eine Erklaerung. Es ist immer einfacher zu predigen anstelle zu helfen.
Weiter so, Herr Marx!
Vom humanitären Imperativ der Kanzlerin zum kategorischen Superlativ von Seehofer:
Die CSU und neuerdings auch – in Anlehnung an die AfD(?) – Teile der CDU haben festgestellt, dass die Obergrenze für die Flüchtlingsaufnahme erreicht ist und möchten diese Grenze, neuerdings von Seehofer auf 200 Tsd. für 2016 beziffert, jetzt durchsetzen.
Und wie haben diese Rechenkünstler die „Obergrenze“ ermittelt? Und vor allem, wie wollen sie diese durchsetzen?
Viele Kommunen werden zu Recht weiterhin ihre Überforderung bzgl. der großen Zahlen der aufzunehmenden Flüchtlinge beklagen und dennoch weiterhin Großartiges leisten und sich nicht von geistigen Brandstiftern („Bayern soll als Zuwanderungsland unattraktiv werden“: PFUI) von ihrer praktizierten Willkommenskultur abbringen lassen. Andererseits gibt es alleine in Bayern rd. 700 Kommunen (= rd. ein Drittel aller Kommunen) ohne Flüchtlinge. Dies ist ein extrem unsolidarisches Verhalten ggü. den Kommunen, die sich bisher vorbildlich engagiert haben. Offensichtlich mangelt es an einer gerechten Verteilung innerhalb Deutschlands, ja sogar innerhalb Bayerns! Aber das scheint Seehofer u.a. nicht zu interessieren: „die Obergrenze ist erreicht“! Ich meine, auch für Merkel. Sie sollte, nein Sie muss jetzt endlich Führung zeigen und Seehofer mit seiner CSU vor die Tür der Koalition setzen, bevor noch die gesamte CDU von dem „Obergrenzenvirus“ angesteckt wird.
Wenn jemand wirklich überfordert ist, dann die Politik, die, obwohl die Flüchtlingsbewegungen schon lange vorhersehbar waren, keine vorausschauende Asylpolitik betrieben hat, der das Management der Flüchtlingsströme entglitten ist, deren Kanzlerin zwar gut gemeinte, aber planlose Willkommenssignale in die Welt sendet, die eine geordnete Verteilung nicht zustandebringt, weder innerhalb Deutschlands bzw. Bayerns (vgl. das kürzliche Chaos an der bayerisch-österreichischen Grenze trotz Aufnahmekapazitäten in München! Ein Schelm, der Böses dabei denkt!), schon gar nicht innerhalb Europas, und stattdessen Bilder aus den überforderten Kommunen in die Wohnzimmer übermitteln lässt, womit zudem Stimmung und Hetze gegen Ausländer weiter befeuert und Ängste geschürt werden wie z.B. kürzlich im CSU Ortsverband Zorneding, LKR Ebersberg: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/rechtspopulismus-csu-macht-hetze-gegen-auslaender-hoffaehig-1.2702620 .
Wenn darüberhinaus bekannt wird, dass trotz gegenteiliger Beteuerungen Deutschland die der UN zugesagten, eh schon geringen, Mittel für (UNHCR-)Flüchtlingslager insbesondere im Nahen Osten noch nicht einmal zur Hälfte ausbezahlt hat, dann wird auch das Gerede über die Bekämpfung von Fluchtursachen zur Farce, ganz zu schweigen vom Export deutscher Rüstungsgüter auch in Krisenregionen.
Stattdessen: Unwürdiges, verantwortungsloses Gezänk zwischen den Regierungsparteien, aber noch mehr innerhalb der Union, und vor allem zwischen Seehofer und der Kanzlerin!
Wem nützt eine derart hilflose und konfuse Flüchtlingspolitik?
Wo bleibt die Vision des Baus einer neuen Gesellschaft, die insbesondere auch das Demografieproblem aktiv angeht? Die Wirtschaft ist da schon weiter!
Auch die Analyse von Gabriel, wonach nicht der Umfang, sondern die Geschwindigkeit der Zuwanderung das eigentliche Problem ist, erscheint zielführender.
„Wenn erklingt: wer betrügt, der fliegt,
tipp ich resigniert: Populismus siegt.“
http://youtu.be/sBom50KrkBk
Viel Spaß beim Anhören!
Rock-Blogger, Blog-Rocker und Roll’n Rocker Sigismund Rüstig posted auf multimediale Weise Meinungen und Kommentare zu aktuellen Reiz-Themen in Form von Texten und Liedern.
Was will Gott uns mit der aktuellen Lage sagen? Darüber sollten wir reden! Zuvor aber darüber meditieren, beten, in uns gehen, nachspüren, uns öffnen, damit Gottes Geist in uns wirken kann… Das ist die Vorgehensweise, die ich mir von den Bischöfen meiner Kirche wünsche.
Wenn wir an Vorsehung glauben, dann dürfen wir nicht über diese Fragestellung einfach so hinweggehen. Denn „katholisch“ ist ja nicht einfach nur eine Ethik, sondern hat was mit Glauben an den dreifaltigen Gott und mit Nachfolge Jesu zu tun.
Relig*** sollten sich aus politischen Themen heraushalten,
Pragmatismus muss Politik beherrschen und keine weltfremden ideologischen Ansätze.
Das gilt für das Christentum und seine selbsterklärten Sprecher, und ebenso für den Islam, der mittels Scharia sein abstruses Recht etablieren will.
Strenge Trennung von Staat und Religion.
Religion sollte Privatsache bleiben, nicht mehr und nicht weniger.
Toleranz für Religonen macht auch nur Sinn, wenn die Anhänger keine anderen Menschen
damit belästigen!