Berlin. Im aktuellen INSA-Meinungstrend für „Bild“ verlieren CDU/CSU zwei Punkte und fallen auf 29 Prozent. Die SPD (19 Prozent) gewinnt zwei Punkte hinzu. AfD (16 Prozent), FDP (8 Prozent), Linke (12 Prozent) und Grüne (11 Prozent) halten ihre Werte aus der Vorwoche. Auch die sonstigen Parteien kommen zusammen erneut auf 5 Prozent. Es gibt weiterhin ein knappe parlamentarische Mehrheit für Schwarz-Rot (48 Prozent). Genauso stark wäre ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen, das ebenfalls nur noch auf 48 Prozent kommt.
Falls die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU aufgelöst würde und die CSU bundesweit und die CDU auch in Bayern wählbar wäre, würde sich die Zusammensetzung des Bundestages verändern: Die CDU käme auf 22 Prozent, die CSU würde mit 18 Prozent knapp zweitstärkste Kraft. Die Linke würde ihr Ergebnis von 12 Prozent halten. Die SPD (17 Prozent) müsste zwei Punkte abgeben, die AfD (11 Prozent) sogar fünf Punkte, die FDP (6 Prozent) zwei Punkte und die Grünen (10 Prozent) einen Punkt. Sonstige Parteien kämen zusammen auf 4 Prozent (- 1).
INSA-Chef Hermann Binkert: „Der Streit um die von der CSU verlangte Asylwende schwächt die Union. Würden CDU und CSU jedoch bundesweit gegeneinander antreten, kämen sie zusammen auf 40 Prozent. SPD, CDU und CSU wären dann von ihren Wähleranteilen her in etwa auf Augenhöhe.“ Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von „Bild“ wurden vom 15. bis zum 18. Juni 2018 insgesamt 2.060 Bürger befragt. +++

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Deutschland fährt gegen die Wand:
Die Union destabilisiert mit ihrem verantwortungslosen Streit die deutsche Regierung, schwächt das Ansehen und die Durchsetzungskraft Deutschlands und seiner Kanzlerin in Europa und der Welt auf beispiellose Weise und spaltet skrupellos die deutsche Gesellschaft. Eine engstirnige 6%-Partei instrumentalisiert dabei auf unverantwortliche Weise die deutsche Flüchtlingspolitik für den bayerischen Wahlkampf, um so den drohenden Verlust der absoluten Mehrheit bei der anstehenden Bayernwahl zu vermeiden, nimmt in diesem Sinne Deutschland in Geiselhaft, schwingt sich dreist auf, die Entscheidungskompetenz für die deutsche Flüchtlingspolitik zu kapern (vgl. Beschluss des „C“SU-Vorstands vom 18.6.2018!), vergiftet das gesellschaftliche Klima in lange nicht dagewesener Weise mit einem an Hass-Prediger erinnernden Verbalradikalismus und fügt Deutschland so unermäßlichen Schaden zu.
Einem führenden Unternehmen der deutschen Automobilindustrie wird im Rahmen des immer noch nicht – weder politisch noch juristisch noch technisch noch gesundheitlich noch geschäftlich – aufgearbeiteten Dieselskandals ein Bußgeld in Höhe von 1 Mrd EUR auferlegt, ein amtierender Vorstand wird verhaftet, der deutschen Automobilindustrie ein weltweiter Ansehensverlust zugefügt und daher Millionen von Arbeitsplätzen aufs Spiel gesetzt, ohne dass sich die zuständigen CDU- und „C“SU-Politikverantwortlichen im Verkehrsministerium und im Kanzleramt vom Vorwurf der Kumpanei befreit haben. Dies fügt der deutschen Industrie, den Dieselfahrzeugbesitzern sowie den betroffenen Anwohnern immense Schäden zu!
In Deutschland nehmen Wetterextreme wie Stürme, Starkregen, Trockenheit mit entsprechend katastrophalen Auswirkungen dramatisch zu, aber Deutschland verfehlt die noch im Wahlkampf von der Kanzlerin versprochenen Klimaziele für 2020 krachend.
Deutschland als viertgrößte Industrienation der Welt nimmt bei der ungleichen Verteilung der Vermögen einen beschämenden Hinterbänkler-Platz ein (Platz 117!). Anstelle sich über das für Deutschland quantitativ nur noch eine untergeordnete Rolle spielende Flüchtlingsproblem bis aufs Messer mit populistischer Symbolpolitik zu bekriegen, wäre es eine Jahrhundertaufgabe der deutschen Politik, die weiter wachsende soziale Ungleichheit mit aller Macht zu bekämpfen und den Zusammenhalt der Gesellschaft – einschließlich der anstehenden, im aktuellen Streit vergessenen, Integrationsaufgaben – zu stärken. Aber die Union hat (Un-)wichtigeres zu tun, zumal sie die wachsende Ungleichheit auch noch dreist leugnet (Unions-Wahlkampfmotto: „uns geht es allen gut“).
Fazit: Die Union fährt Deutschland gegen die Wand!
Zum Gesamtbild passt, dass auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft dabei ist,
in der Weltmeisterschaft in Russland Deutschland gegen die Wand zu fahren.
Nach der Wahl ist vor der Wahl:
http://youtu.be/0zSclA_zqK4
Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!