INSA: Union fällt auf 19 Prozent – AfD bleibt bei 29 Prozent

Wahltrend

Die Union verliert nach den jüngsten Landtagswahlen auch bundesweit weiter an Zustimmung. Im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild am Sonntag“ kommen CDU und CSU nur noch auf 19 Prozent. Das ist der niedrigste Wert, den INSA für die Union in der laufenden Legislaturperiode gemessen hat. Die AfD bleibt dagegen bei 29 Prozent und liegt damit zehn Prozentpunkte vor CDU und CSU.

Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der die politische Stimmung nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern besonders aufmerksam beobachtet wird. Die aktuellen Zahlen zeigen dabei vor allem eine Verschiebung innerhalb des Parteienspektrums. Während die Union einen Prozentpunkt verliert, können SPD und Grüne jeweils einen Prozentpunkt hinzugewinnen. Die SPD kommt damit auf 14 Prozent, die Grünen erreichen 15 Prozent. Die Linke verliert dagegen einen Prozentpunkt und liegt nun bei 10 Prozent. Zusammengenommen erreichen SPD, Grüne und Linke damit 39 Prozent. Nach Angaben des „Sonntagstrends“ ist das der höchste Wert, den dieses Dreierbündnis in der laufenden Legislaturperiode erreicht hat. Für die kleineren Parteien bleibt die Lage schwieriger. Die FDP verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 4 Prozent. Damit würde sie den Einzug in den Bundestag nach dem aktuellen Umfragewert verpassen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verharrt bei 3 Prozent und würde ebenfalls an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Auf die sonstigen Parteien entfallen 6 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als bei der vorherigen Erhebung. Damit kommen die Parteien, die nach diesem Umfragebild derzeit unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde liegen würden, zusammen auf 13 Prozent. Diese Verteilung hat auch eine rechnerische Besonderheit. Eine parlamentarische Mehrheit wäre unter den genannten Voraussetzungen bereits mit 44 Prozent der Stimmen möglich. Das liegt daran, dass ein erheblicher Teil der Stimmen auf Parteien entfällt, die nach den aktuellen Zahlen nicht in den Bundestag einziehen würden. Gleichzeitig sind Umfragewerte immer eine Momentaufnahme und kein Wahlergebnis. Sie bilden die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und lassen keine sichere Aussage darüber zu, wie eine tatsächliche Bundestagswahl ausgehen würde. Auch geringe Veränderungen innerhalb der statistischen Fehlertoleranz sollten deshalb nicht überinterpretiert werden.

Für die aktuelle Erhebung befragte INSA im Auftrag der „Bild am Sonntag“ insgesamt 1.203 Personen. Die Befragung fand vom 21. bis zum 25. September statt. Der INSA-Meinungstrend wird regelmäßig erhoben und soll ein aktuelles Stimmungsbild zur politischen Lage in Deutschland liefern. Die Zahlen zeichnen damit ein politisches Bild, in dem die Union derzeit deutlich hinter der AfD liegt, während SPD und Grüne im Vergleich zur vorherigen Erhebung zulegen können. Ob sich daraus ein längerfristiger Trend entwickelt, lässt sich aus einer einzelnen Umfrage allerdings nicht ableiten. Entscheidend wird sein, wie sich die Werte in den kommenden Erhebungen entwickeln und ob die Parteien ihre jeweiligen Anhänger dauerhaft erreichen können. +++


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1 Kommentar

  1. 1) Die verantwortungsbewusste, libertäre Partei der Bildungs- und Leistungsgesellschaft, AfD, ist zurzeit die einzige große konservative Partei. Nachdem der linksgrüne Zeitgeist gestolpert ist, wird die AfD bei den Wählern immer beliebter.
    2) Die CDU/CSU hat viele massive Fehler gemacht. Der wohl größte davon war die „Willkommenskultur“ von Merkel (Bundeskanzlerin, CDU). Der letzte enorme Fehler ist die fatale Neuverschuldung durch die Regierung Merz (CDU/CSU, SPD).
    3) Die Spitzenpolitiker der AfD sind dynamisch und haben eine überragende Ausstrahlung. Die Spitzenpolitiker der CDU machen einen bürokratischen Eindruck.
    + J. Datko – Ingenieur, Physiker – Regensburg – AfD-Stammwähler +

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