Huawei kritisiert politische Einmischung durch US-Botschafter

Der chinesische Technikkonzern Huawei hat dem US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, politische Einmischung vorgeworfen: Grenell hatte der Bundesregierung gedroht, den Austausch von Geheimdienstinformationen einzuschränken, wenn Deutschland seine 5G-Mobilfunknetze unter Verwendung von Huawei-Technik ausbaue. Vincent Pang, Westeuropa-Chef und Vorstandsmitglied von Huawei, sagte dem “Handelsblatt”, dass er über Grenells Brief nur den Kopf schütteln könne. “Meiner Meinung nach sollte ein Land nicht seine politische Macht einsetzen, um einem kommerziellen Unternehmen zu schaden. Damit gehen die USA zu weit”, sagte Pang im Huawei-Hauptquartier in Shenzhen. Der Manager hat sich laut eigenen Angaben in den letzten Monaten mit mehr als 200 Politikern getroffen. Hauptsächlich sei er bei diesen Gesprächen damit beschäftigt, zu erklären, wer Huawei ist und was es tut, sagte Pang dem “Handelsblatt”. Man versuche, transparenter zu we rden und die Ängste rund um Cybersicherheit zu adressieren. +++

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1 Kommentar

  1. Alle mir bekannten Datenskandale, von der NSA über Google, WhatsApp, diversen Chip-Herstellern bis Facebook, sind von US-amerikanischen Organisationen, bzw. Firmen verursacht worden. Aber das sind ja die “Guten”. Keine Frage: Das Feld ist sehr komplex, oder wie Frau Merkel sagen würde, Neuland. Der Staat kann hier nur mit strengen Sicherheitsvorgaben handeln, die alle betreffen und alle einhalten müssen. Mehr kann man nicht tun. Wenn dann in irgendwelchen Chips oder sonstigen Bauteilen Spionagesoftware eingebaut ist, dann kann das sowohl von den “Guten” als auch von den “Bösen” gemacht werden. Wir leben im digitalen Zeitalter und das mit allen Risiken. Firmen mit Erpressung von Staaten aus dem Markt zu drängen, ist wohl nicht die sauberste Lösung. Aber unsere amerikanischen Freunde dürfen das.

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