Hessischer Investitionsfonds: 39 Millionen Euro für Landkreis Fulda und seine Kommunen

Geld

Ein Schulneubau, die Sanierung eines Krankenhauses oder eine neue Ausstattung für die Feuerwehr: Insgesamt 144 kommunale Projekte in Hessen können in diesem Jahr mithilfe des Hessischen Investitionsfonds umgesetzt werden. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 459 Millionen Euro. Zwölf dieser Vorhaben entfallen auf den Landkreis Fulda und seine Kommunen. Für sie stehen insgesamt 39 Millionen Euro an Darlehensförderung bereit.

Zu den geförderten Projekten gehören unter anderem die Sanierung der Kindertagesstätte Magdlos in Flieden, der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Comeniusschule in Kalbach sowie die Innensanierung der Grundschule in Hattenhof. Insgesamt sollen die Mittel dazu beitragen, kommunale Infrastruktur zu modernisieren und notwendige Investitionen vor Ort zu ermöglichen.

Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz betont die Bedeutung der Förderung für den Landkreis Fulda. „Insgesamt 12 Projekte des Landkreises Fulda und seiner Kommunen mit einem Fördervolumen von 39 Millionen Euro können dank des Investitionsfonds in die Tat umgesetzt werden. Dazu zählen die Sanierung der Kindertagesstätte Magdlos in Flieden, der Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Comeniusschule in Kalbach und die Innensanierung der Grundschule in Hattenhof sowie zahlreiche weitere Vorhaben. Ich wünsche allen Beteiligten vor Ort gutes Gelingen!“, erklärte Lorz.

Nach seinen Worten liegt ein wesentlicher Vorteil des Investitionsfonds darin, dass die Entscheidungen über die konkreten Investitionen vor Ort getroffen werden können. „Die Verantwortlichen vor Ort kennen die individuellen Herausforderungen und Bedarfe am besten. Mit dem Hessischen Investitionsfonds geben wir ihnen die Freiheit, in die Bereiche zu investieren, die in ihren Kommunen die höchste Priorität haben. Als Partner an ihrer Seite unterstützen wir sie dabei gerne mit günstigen Finanzierungsmöglichkeiten“, sagte der Finanzminister.

Auch über den Landkreis Fulda hinaus setzt die Landesregierung 2026 auf die Unterstützung kommunaler Investitionen durch günstige Darlehen. „Auch 2026 unterstützt die Landesregierung die hessischen Kommunen mit günstigen Darlehen, damit sie Investitionen in ihre Infrastruktur zu besseren Konditionen finanzieren können. Das Geld fließt in Projekte, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger ganz konkret verbessern: etwa neue Kitas und Schulen, modernisierte Verkehrswege oder Investitionen in den Brandschutz“, erklärte Lorz. Nach Angaben des Finanzministers erreicht der Hessische Investitionsfonds in diesem Jahr mit rund 459 Millionen Euro für 144 Projekte sein bislang höchstes Gesamtvolumen.

Den Schwerpunkt bildet dabei der Bereich Schule und Bildung. Rund 253 Millionen Euro und damit der größte Teil der Darlehen fließen in entsprechende Projekte. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich Städtebau und Stadtentwicklung mit rund 63 Millionen Euro sowie bei Wasser, Abwasser und Gewässerschutz mit rund 29 Millionen Euro. „Ich freue mich, dass wir damit als Land einen Teil dazu beitragen, dass unsere Landkreise, Städte und Gemeinden in ihre Zukunft investieren können“, sagte Lorz.

Der Hessische Investitionsfonds besteht bereits seit 1970. Als Sondervermögen des Landes wurde er eingerichtet, um kommunale Investitionen zugunsten der hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise verstärkt zu fördern. Über den Fonds stellt das Land den Kommunen günstige Darlehen für Infrastrukturprojekte zur Verfügung. Dafür stehen jährlich drei Fördertöpfe mit unterschiedlichen Konditionen bereit, aus denen Städte, Landkreise und Gemeinden Darlehen für einzelne Vorhaben beantragen können.

Für die Kommunen haben diese Darlehen insbesondere mit Blick auf die Finanzierungskonditionen Bedeutung. Die Förderung bietet dauerhaft stabile und damit berechenbare Zinsen sowie kapitalmarktnahe und vom Land verbilligte Zinskonditionen. Durch die Unterstützung des Landes liegt der Kundenzinssatz in der Regel unter dem Niveau vergleichbarer Darlehen am Kapitalmarkt. Gerade seit dem Ende der Niedrigzinsphase sind die Darlehen des Hessischen Investitionsfonds deshalb für Kommunen im Vergleich zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten besonders attraktiv. Die entsprechend hohe Nachfrage spiegelt sich auch im diesjährigen Rekordvolumen wider.

Die rund 459 Millionen Euro des Darlehensprogramms 2026 verteilen sich unterschiedlich auf die hessischen Regionen. Auf Südhessen, den Regierungsbezirk Darmstadt, entfallen mehr als 344 Millionen Euro. Mittelhessen, der Regierungsbezirk Gießen, erhält rund 37 Millionen Euro, während auf Nordhessen, den Regierungsbezirk Kassel, fast 78 Millionen Euro entfallen. Größte Nutznießerin unter den Städten und Gemeinden ist in diesem Jahr die Stadt Frankfurt mit 56,5 Millionen Euro.

Für den Landkreis Fulda und seine Kommunen bedeutet das Förderprogramm damit insgesamt 39 Millionen Euro für zwölf konkrete Vorhaben. Neben Investitionen in Bildung und Betreuung können damit weitere kommunale Projekte vorangebracht werden. Der Hessische Investitionsfonds stellt dafür die Finanzierung zu den vom Land unterstützten Konditionen bereit und soll den Kommunen ermöglichen, notwendige Investitionen trotz der finanziellen Herausforderungen langfristig planbar umzusetzen. +++


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