Die gesperrte Fußgängerbrücke zwischen der Kreissporthalle und dem Busplatz „In der Aue“ in Flieden könnte bereits in der kommenden Woche wieder für den Fußgängerverkehr geöffnet werden. Nachdem sich an dem Bauwerk einzelne Bleche gelöst hatten, war die Brücke aus Sicherheitsgründen vorsorglich gesperrt worden. Für viele Nutzer, insbesondere Schülerinnen und Schüler, bedeutete dies zusätzliche Wege. Nun zeichnet sich zumindest für die Übergangszeit eine Lösung ab.
In den vergangenen Wochen stand zunächst eine andere Frage im Mittelpunkt: Wer übernimmt die Kosten für die notwendige Sanierung? Nach einem langen und intensiven Austausch hat sich der Landkreis Fulda inzwischen bereit erklärt, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 90.000 Euro geschätzt. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, damit die Gemeinde Flieden die weiteren Schritte einleiten kann.
Bürgermeister Christopher Gärtner zeigt sich entsprechend erleichtert und dankbar für die Beteiligung des Landkreises. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Gärtner. Durch die finanzielle Beteiligung könne das Bauamt nun tätig werden und nach geeigneten Fachfirmen für die Sanierung suchen. Die Kostenfrage, die zunächst geklärt werden musste, ist damit zumindest in wesentlichen Teilen beantwortet.
Gleichzeitig wollte die Gemeinde die Brücke nicht länger geschlossen halten als unbedingt erforderlich. Gemeinsam wurde deshalb nach einer kurzfristigen Möglichkeit gesucht, die eine sichere Nutzung trotz der noch ausstehenden endgültigen Sanierung erlaubt. Diese Lösung ist inzwischen gefunden. Die betroffenen Bereiche sollen mit geeigneten Platten ausgelegt werden, die eine sichere Nutzung der Brücke ermöglichen. Nach derzeitiger Einschätzung könnte das Bauwerk damit bereits in der kommenden Woche wieder für Fußgänger freigegeben werden.
Damit wäre die aktuelle Sperrung zunächst beendet, die eigentliche Sanierung steht allerdings noch bevor. Sie soll auf Grundlage entsprechender Angebotseinholungen umgesetzt werden. Die Gemeinde hofft darauf, geeignete Unternehmen schnell beauftragen und die Arbeiten anschließend zügig durchführen zu können. Dabei geht es nicht allein um die technische Wiederherstellung der Brücke. Auch die Frage, wie sich die notwendigen Einschränkungen für die Nutzer möglichst gering halten lassen, spielt eine Rolle.
Nach Möglichkeit soll die erneute Sperrung während der eigentlichen Sanierungsarbeiten in Ferienzeiten gelegt werden. Auf diese Weise sollen insbesondere die Belastungen für Schülerinnen und Schüler so gering wie möglich gehalten werden. Ob sich dieser Zeitplan tatsächlich vollständig einhalten lässt, hängt allerdings auch von den Kapazitäten und den Terminplanungen der beauftragten Firmen ab. Die Gemeinde kann die zeitliche Durchführung daher nicht allein bestimmen.
Fest steht zugleich, dass die Brücke während der Sanierungsarbeiten erneut vollständig gesperrt werden muss. Die nun vorgesehene Übergangslösung ist deshalb nicht mit dem Abschluss der Arbeiten gleichzusetzen, sondern schafft zunächst wieder eine sichere Verbindung zwischen der Kreissporthalle und dem Busplatz „In der Aue“. Über den genauen Zeitpunkt der endgültigen Sanierung und die weitere Planung will die Gemeinde rechtzeitig informieren.
In dieser Angelegenheit befindet sich die Gemeinde nach eigenen Angaben in einem engen und vertrauensvollen Austausch mit der Schulleitung der Grundschule Flieden. Das ist auch deshalb von Bedeutung, weil die Sperrung nicht nur eine Frage der Wegeführung ist, sondern unmittelbar den Schulalltag berührt. Für Schülerinnen und Schüler, die die Verbindung regelmäßig nutzen, können zusätzliche Wege schnell zu einem spürbaren Mehraufwand werden.
Bürgermeister Christopher Gärtner verweist deshalb ausdrücklich auf die Belastungen, die mit der bisherigen Sperrung verbunden waren. „Wir sind uns bewusst, dass die Sperrung vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Umwegen verbunden war. Wir bedanken uns deshalb bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Geduld“, sagt Gärtner.
Die nun gefundene Zwischenlösung dürfte diese Belastung zunächst verringern. Zugleich bleibt die eigentliche Aufgabe bestehen: Die Brücke muss dauerhaft saniert werden, und dafür sind weitere Planungsschritte, die Auswahl eines geeigneten Unternehmens und schließlich die erneute Sperrung des Bauwerks notwendig. Dass die Verbindung voraussichtlich schon in der kommenden Woche wieder genutzt werden kann, schafft damit vor allem eines: Zeit und Bewegungsfreiheit, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen. +++
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