Hering: Infame Unterstellungen, Fake-Beispiele und unwürdige Stimmungsmache

Hering zur FDP-Kritik an Corona-Impfmanagement und Schutzmaßnahmen

Landtagsabgeordneter Thomas Hering

„Was die FDP macht, ist moralisch verwerflich“, sagt Thomas Hering, Landtagsabgeordneter aus Fulda. „Wir brauchen keine profilierungssüchtigen Parteien, die im Wahlkampfmodus auf unsägliche Weise kritisieren, was leider zu erwarten und bereits öffentlich beschrieben wurde.“

Zunächst habe man die Terminvergabe für 450.000 Impfberechtigte der höchsten Priorität vorgesehen, müsse aber eingestehen, dass auch alle übrigen Impfwilligen in Millionenzahl den frühestmöglichen Anmeldezeitpunkt anstrebten, was zur Überlastung führte. Hering räumt auch ein, dass mit dieser Erfahrung nachgesteuert und aufgestockt werden müsse: „Verständlicher Unmut aber auch hilfreiche Anmerkungen kommen rund um die Uhr auf allen Kanälen. Als Abgeordneter hat man diesen Sorgen eine Stimme zu verleihen und sich mit Nachdruck für Verbesserunen einzusetzen am Beispiel von Eingaben und Nachfragen beim zuständigen Innenministerium.“

Hering wertet den Ansturm auf die Impftermine als erfreuliches Anzeichen für hohe Impfbereitschaft. In diesem Sinne sei man offen für Kritik und Sorgen, bitte aber um Verständnis und Geduld. Stimmungsmache sei gänzlich fehl am Platze, zumal die FDP laut Hering genau wisse: Wie die anderen Bundesländer, auch die von der FDP mitregierten, erhalte Hessen seine Impfstoff-Zuteilungen vom Bund. Diese Zuteilung läuft wegen des zurzeit noch knappen Materials anteilmäßig nach Einwohnerzahl. Wenn jetzt Jürgen Lenders eine moralische Schwelle überschreite und Menschenleben zu offensichtlichen Wahlkampfzwecken instrumentalisiere, blende er nicht nur diese Hintergründe aus, sondern schüre Misstrauen und Spaltung.

„Wir müssen jetzt zusammenhalten, aber auch besser werden. Dabei hilft Kritik. Aber bitte ohne Polemik und Fake-Darstellung“, womit Hering auf die Kreis-FDP anspielt. Diese beklage beispielsweise bei der 15 Kilometer-Regelung zu Unrecht Einschränkungen beim Einkauf. Völlig unbegründet, da lediglich der vielfach angeprangerte Tagestourismus verhindert werden solle, wenn anderes nicht greife. Abschließend hofft Hering auf Rückkehr zu sach- und faktenorientierter Politik, wobei er die Bedeutung zielorientierter Kritik als wichtigen Baustein sehe und weiter Rede und Antwort stehe. Dazu zähle er auch klare Botschaften und hilfreiche Informationen an die Landesregierung. +++ pm

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