Gröhes Gesundheitsreformen kosten bis 2020 rund 40 Milliarden Euro

Berlin. Die Reformen von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) führen im Zeitraum zwischen 2015 und 2020 zu 40 Milliarden Euro Mehrausgaben. Dies geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegen. „Gröhe ist vielleicht einer der teuersten Gesundheitsminister, den das Land je hatte“, konstatierte RWI-Gesundheitsökonom Boris Augurzky.

So werden die Beitragszahler allein im Jahr 2020 rund 7,2 Milliarden Euro mehr Kosten schultern müssen als heute. Auch die Krankenkassen gehen von hohen Mehrausgaben aus. Nach internen Schätzungen der Krankenkassen kommen zwischen 2016 und 2019 allein auf die Gesetzliche Krankenkasse zusätzliche Kosten in Höhe von 18,1 Milliarden Euro zu. Auch aufgrund der höheren Ausgaben rechnet Verband der Ersatzkassen bis 2020 mit jährlich steigenden Beiträgen um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte.

„Gröhe nutzt die Gunst hoher Überschüsse und Rücklagen und lässt den Ausgaben freien Lauf“, sagte Günter Neubauer vom Münchener Institut für Gesundheitsökonomik. „Das Thema nachhaltige, demografiefeste Finanzierung des Gesundheitssystems ist auch Gröhe überhaupt nicht angegangen“, kritisierte der Gesundheitsökonom Andreas Beivers von der Fresenius Hochschule München. +++ fuldainfo

[sam id=“15″ codes=“true“]

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

2 Kommentare

  1. Wow 40 Milliarden Euro.
    Titelt die Presse, aber bis 2020 macht 10 Milliarden pro Jahr.
    Und? Das sind 125€ Mehrausgaben pro Einwohner jährlich.
    Sind wir uns das nicht wert?
    Angesichts der ganzen Einsparungen der letzten zwanzig Jahre eine lächerliche Summe dafür, das sich auch die Welt in der Zwischenzeit weitergedreht hat und die technischen Möglichkeiten das Leben zu verlängern auch nicht auf der Stelle tritt.
    Wie sagt man hier so schön „Was nix kost is auch nix.“ Ach ja, und da das Personal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen leider nicht von zwangsverpflichteten Arbeitslosen und Aufstockern abzufedern ist und die, die sich das antun ,ihre Butter leider nicht umsonst einkaufen können ,ist die Reaktion darauf eben rein kapitalistisch “ Angebot und Nachfrage regeln den Preis.“ Hier rächt sich endlich die neo liberale Agenda der letzten dreißig Jahre. Die Löhne zu drücken bis zum Erdkern hat zur Folge das sich der Markt ganz von alleine bereinigt. Wenn man ein Gesundheitssystem in die Marktwirtschaft integrieren will ,dann sollten diejenigen ,die das gut finden, einen Blick nach Amerika riskieren.
    Dort ist der neo liberale Kurs schon vollendet.Menschen, die sich eine Krankenversicherung schon lange nicht mehr leisten können, und auf Almosen angewiesen sind und die , die es dann endlich hinter sich haben, werden von ihren Verwandten nicht mehr beerdigt sondern morgens auf die Straße gelegt um dann von der Stadt eingesammelt und irgendwo verbuttelt zu werden. Tatsache in Detroit dort ist die neo liberale Idee endlich verwirklicht.Wollen wir das wirklich?
    Die , die sich jetzt über Gröhe aufregen, sollten darum beten nicht wirklich einmal krank zu werden. Vielleicht haben die dann in ihrer Hilflosigkeit eine unterbezahlte
    Alleinerziehende Mutter als Intensivschwester vor sich oder einen Arzt , der schon eine 38 Stunden Schicht hinter sich hat.In solchen Momenten werden auch 10 Milliarden relativ.

  2. Das ist schon in Ordnung. CDU – Mann Größe weiß ja, dass die Arbei
    tgeberanteile zur Krankenversicherung eingefroren sind und deswegen alle neuen Kosten von den Arbeitnehmern und Rentnern zu zahlen sind. Und die wehren sich ja nicht.

Demokratie braucht Teilhabe!