Die G7-Staaten sehen die Ukraine nach eigenen Einschätzungen derzeit in einer „Position der Stärke“. Beim Gipfeltreffen im französischen Évian-les-Bains war am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von einem regelrechten „Stimmungswandel“ die Rede. Man sei überzeugt, dass Russland den Krieg nicht gewinnen könne. Die G7-Staaten seien sich in dieser Bewertung der Lage einig. Zugleich bestehe der gemeinsame Wille, den Druck auf Moskau weiter zu erhöhen.
Die Ukraine stand im Mittelpunkt der ersten Arbeitssitzung des G7-Gipfels. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war dazu persönlich angereist. Am Rande des Treffens kam es auch zu einem bilateralen Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
US-Präsident Donald Trump kündigte ebenfalls ein persönliches Treffen mit Selenskyj im weiteren Verlauf des Gipfels an. Nach dem von ihm hervorgehobenen Deal mit dem Iran sprach sich Trump auch für eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine aus, um den Krieg zu beenden.
„Russland sollte einen Deal machen“, sagte Trump am Dienstag am Rande des Gipfels in Évian-les-Bains. Beide Seiten hätten in dem Krieg unglaublich viele Menschen verloren. „Es ist verrückt, was dort vor sich geht.“
Trump verwies zudem darauf, dass er am Sonntag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen habe und sich während des G7-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen werde.
Die Aussagen unterstreichen die derzeitige Linie der G7-Staaten: Die Unterstützung für die Ukraine bleibt bestehen, während zugleich die Hoffnung auf neue diplomatische Bewegung im Krieg nicht aufgegeben wird. +++
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