Funkstörung: Bahnverkehr bundesweit komplett eingestellt

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Eine bundesweite Störung im digitalen Zugfunksystem GSM-R hat am späten Dienstagabend den Bahnverkehr in Deutschland massiv beeinträchtigt. Aus Sicherheitsgründen musste der Zugverkehr zeitweise vollständig eingestellt werden. Zahlreiche Züge blieben auf freier Strecke stehen oder wurden an Bahnhöfen zurückgehalten, da eine sichere Kommunikation zwischen Triebfahrzeugführern und Fahrdienstleitern nicht mehr gewährleistet war.

Von der Störung betroffen waren zahlreiche Verbindungen im Fern- und Regionalverkehr. Auch die Eisenbahngesellschaft Metronom meldete erhebliche Einschränkungen und erklärte, dass sämtliche Strecken und Zugverbindungen betroffen seien. Reisende wurden zunächst aufgefordert, keine Bahnfahrten anzutreten und geplante Reisen nach Möglichkeit zu verschieben. Wer bereits unterwegs war, sollte auf alternative Verkehrsmittel wie örtliche Busverbindungen, Fahrgemeinschaften oder andere verfügbare Angebote ausweichen.

Der digitale Zugfunk GSM-R zählt zu den sicherheitsrelevanten Systemen im Bahnbetrieb. Über ihn stehen Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter in ständigem Kontakt. Fällt das System großflächig aus oder arbeitet es nicht mehr zuverlässig, kann der Zugverkehr aus Sicherheitsgründen nicht regulär fortgesetzt werden.

Nach aktuellen Informationen konnte die Störung gegen Mitternacht behoben werden. Wenig später nahmen viele der zuvor gestoppten Züge ihren Betrieb wieder auf. Die Deutsche Bahn teilte mit, die Ursache der Störung identifiziert zu haben. Weitere Einzelheiten wurden zunächst jedoch nicht bekannt gegeben.

Für gestrandete Reisende kündigte die Bahn Unterstützungsmaßnahmen an. Unter anderem sollten Taxi- und Hotelgutscheine ausgegeben werden. Trotz der behobenen Störung mussten Fahrgäste in der Nacht weiterhin mit erheblichen Verspätungen, Zugausfällen und kurzfristigen Änderungen im Betriebsablauf rechnen, da sich der Bahnverkehr nach dem bundesweiten Stillstand nur schrittweise wieder normalisieren konnte. +++


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