Der Landkreis Fulda setzt bei der Suche nach ärztlichem Nachwuchs weiter auf frühe Bindung. Gemeinsam mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus und dem Klinikum Fulda hat der Kreis zwei weitere Medizinstudierende in das regionale Stipendienprogramm aufgenommen. Franziska Schmitt und Ekko Stöppler erhalten ab sofort das sogenannte Fulda-Stipendium. Die offizielle Übergabe erfolgte durch den Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt, den Vorstand des Klinikums Fulda, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, sowie den Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, Michael Sammet.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Sie als neue Stipendiaten begrüßen dürfen. Sie haben einen Bewerbungsprozess durchlaufen und wurden für das Programm ausgewählt. Dazu möchten wir Ihnen gratulieren“, sagte Frederik Schmitt bei der Übergabe. Das Stipendium verfolgt ein klares Ziel: Medizinstudierende sollen frühzeitig an die Region gebunden werden. „Wir wollen Medizinstudierende fördern, die uns schon heute zusagen, dass sie wieder in die Region zurückkommen und hier arbeiten werden“, erklärte Schmitt.
Mit der Förderung verpflichten sich die Studierenden nach Abschluss ihres Medizinstudiums zu einer dreijährigen ärztlichen Tätigkeit im Landkreis Fulda. Möglich ist ein Einsatz in einer der Kliniken, in einer allgemeinmedizinischen Praxis oder im öffentlichen Gesundheitswesen beim Gesundheitsamt des Landkreises. Für die Aufnahme dieser Tätigkeit haben die Stipendiaten insgesamt fünf Jahre Zeit. Damit bleibt Raum, zunächst Erfahrungen außerhalb der Region zu sammeln, etwa im Ausland oder in anderen medizinischen Einrichtungen.
Franziska Schmitt stammt aus Rudolphshan und studiert im sechsten Semester Medizin in Würzburg. Ekko Stöppler kommt aus Lauterbach und studiert derzeit im achten Semester in Tübingen. Beide sehen in dem Stipendium eine Unterstützung während des Studiums und verbinden damit zugleich die Perspektive, später im Landkreis Fulda zu arbeiten.
Das Förderprogramm besteht bereits seit mehreren Jahren. Nach Angaben des Landkreises haben bislang 43 Studierende daran teilgenommen. Ein Großteil befindet sich derzeit noch in der Förderphase, andere bereits in der anschließenden Arbeitsphase oder haben diese inzwischen abgeschlossen. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar