Was will ein Fußball-Freund denn eigentlich mehr? Es sei schon ein „passender Rahmen, ein besonderes Flair“, bekannte Daniyel Cimen am Mittwochvormittag im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz im Hinblick auf das kommende Spiel seiner Mannschaft. Denn die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hat am Freitagabend in ihrem ersten Hessenderby der Saison – fünf stehen bevor – den FSV Frankfurt zu Gast. Spielbeginn in der Johannisau: 19 Uhr.
„Es wäre schön, wenn wir auch zu Hause Stimmung reinbekommen“, schiebt der Trainer der SGB nach. Zunächst – und das gebührt der Respekt – eine kurze Einordnung des Gegners. Der steht ebenso bei vier Punkten nach drei Spielen. Dem 2:2 gegen Aufsteiger VfR Mannheim zu Saisonauftakt folgten ein 1:1 bei Mainz‘ U23 und zuletzt ein klares 3:0 im Heimspiel gegen Astoria Walldorf. Da knipste Torjäger Cas Peters doppelt, in den Spielen zuvor traf er einmal; mit drei Treffern ist Peters schon wieder gut dabei. In Victor Kleinhenz hat der FSV einen neuen Trainer, mit Tim Görner sei da „schon eine kleine Ära zu Ende gegangen“, bemerkte Cimen. Den kommenden Kontrahenten kennzeichnete er als „sehr gute und variable Mannschaft. Gerade auch im Offensivbereich“.
Die Folgerung des Fuldaer Trainers klingt deshalb schlüssig. „Wir müssen am Freitag eine Top-Leistung bieten, um bestehen und punkten zu können.“ Seine SGB trat im Verlauf der jungen Saison stabil auf, auswärts holte das Team all seine vier Punkte. Nur die Leistung der ersten Halbzeit des ersten Heimspiels gegen Sandhausen passte nicht. Aber die Reaktion darauf, wie auch letzthin in Ulm und beim Auftreten in Trier von Beginn an. „Wir haben uns ein gutes Gefühl erarbeitet. Der Glaube ist immer da“, urteilt der Coach.
Wegen des Spieltermins am Freitag befindet sich die SGB seit Montag im Training. Sturmhoffnung Elekwa ist noch gesperrt, in Kaiserslautern letztmals. Tobi Göbel „kränkelt etwas“, hinter seinem Einsatz steht ein kleines Fragezeichen. Eingestiegen ins Training sind wieder Luis Klein und auch Keeper Maixi Weisbäcker, der das Programm erstmals voll absolvieren konnte. Unterdessen brachte sich ein anderer Kicker wieder in Erinnerung: der „Rhöner Jung“ Moritz Reinhard. Er spielte letzthin in Ulm auf der „Sechs“ – auch, weil man früher „anlaufen wollte“. Das 1:0 leitete „Mo“ durch einen hohen Ballgewinn ein. Und er bekam ein dickes Lob vom Trainer ab, der offenbar nichts oder nur sehr wenig zurückbehielt. „Moritz hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Sowohl gegen als auch mit dem Ball. Er war bei unseren Chancen involviert. Wir wissen, was wir an ihm haben. Ich könnte ihn mir gefühlt auf jeder Position vorstellen, weil er ein intelligenter Spieler ist.“
Zurück zur Unterstützung durch die Zuschauer am Freitag. Wie viele die SGB denn erwarte? Zum guten Schluss gehörte das Wort dem Teammanager Maxi Hainer. „Wir gehen von 1.500 Zuschauern aus. Und aus Frankfurt kommen 100 Gästefans mit.“ Vielleicht werden es ja mehr. Freitagabend. Flutlicht. Hessenderby. Eine spezielle Atmosphäre. +++ rl
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