Festakt zum Tag der Deutschen Einheit am Point Alpha

Geisa/Rasdorf. Mit einem Festakt am Vorabend des 03. Oktober beging die Point Alpha Stiftung die Feierlichkeiten anlässlich des Tags der Deutschen Einheit. Im Mittelpunkt standen die Erinnerung an die Friedliche Revolution, die sich zum 25. Mal jährende Grenzöffnung des Jahres 1989 und an die deutsch-amerikanische Freundschaft an der Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit. So begrüßte die Point Alpha Stiftung in diesem Jahr James D. Melville jr. als Festredner, den stellvertretenden Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland.

Nach der gemeinsamen Kranzniederlegung für die Opfer der deutschen Teilung verwies Melville in der Gedenkstätte Point Alpha und im ehemaligen US-amerikanischen Beobachtungsstützpunkt darauf, dass an diesem bedeutsamen Ort des Kalten Krieges Amerikaner und Deutsche für mehr als vier Jahrzehnte Seite an Seite standen. Dieser Ort stehe für unsere „gemeinsamen Prinzipien, für unser Vertrauen in die Zukunft und für den Triumph der Hoffnung“. Diese Partnerschaft und die gemeinsamen Werte und Interessen zu forcieren sei die zentrale Aufgabe der transatlantischen Beziehungen.

Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin der Justiz, und Uwe Höhn, Minister für Wirtschaft, Techologie und Arbeit, richteten die Grußworte der hessischen und thüringischen Landesregierungen an die Besucher. Die hessische Justizministerin würdigte Point Alpha als „feststehenden Begriff der Deutsch-Amerikanischen Verbundenheit und als Synonym für die Unterstützung der Alliierten im Kampf für die Demokratie in Deutschland“. Mit Blick auf die internationalen Krisen und die Flüchtlingsproblematik verwies Uwe Höhn auf die Werte der Friedlichen Revolution von 1989, die die wesentliche Richtschnur für die gemeinsame Bewältigung dieser Herausforderungen sein müsse. Diese Werte und auch die Mechanismen eines diktatorischen Systems einer jungen Generation zu vermitteln, seien die zentralen Aufgaben der Gedenkstätte Point Alpha und ihrer politischen Bildungsangebote, so der Direktor der Point Alpha Stiftung Volker Bausch. Der Stiftungsratsvorsitzende, Herr Prof. Hans-Joachim Jentsch, mahnte dazu, die Betrachtung der DDR als Unrechtsstaat nicht aufzuweichen, sondern sich stets an die Unterschiede des Lebens in einem demokratischen oder diktatorischen System zu entsinnen.

Die Feierlichkeiten am 03. Oktober begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Gedenkstätte Point Alpha, in dem die Fürbittgebete der friedlichen Demonstranten aus der Leipziger Nikolaikirche 1989 vorgelesen wurden. Bruno Heller, Domkapitular in Erfurt und Leiter der Thüringischen Caritas, erinnerte an den Mut der Menschen, die auf die Straße gingen, um Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freizügigkeit einzufordern.

Die Feierlichkeiten wurden mit dem traditionellen Familientag in der Gedenkstätte Point Alpha abgerundet. Kinder konnten Basteln, Äpfel pressen oder sich an den Malstationen künstlerisch betätigen. Für die Erwachsenen gab es einen Rhöner Spezialitätenmarkt, der sich wie jedes Jahr einer außerordentlich hohen Beliebtheit erfreute. Ein besonderes Highlight des Tages war die Übergabe der „Huey“ (Modell UH-1D), dem meist gebauten Hubschrauber zur Zeit des Kalten Krieges. Die Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg hatte den Hubschrauber hergerichtet und der Gedenkstätte zur Verfügung gestellt. Der Stiftungsdirektor Volker Bausch dankte der Heeresfliegerwaffenschule und den Auszubildenden für die großartige Unterstützung. +++ fuldainfo

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

1 Kommentar

  1. Bei allen Feiertagsreden, es gab einige Skurilitäten, die inzwischen vergessen wurden: Da forderten z. B. die hessischen Grünen ein Jahr vor der Wiedervereinigung das Abmontieren der Verkehrsschilder in der Rhön, die auf Ziele in Thüringen hinwiesen (z. B. Eisenach xx km). Nach der Wiedervereinigung entdeckte die FDP die neuen Länder als Testgebiet für den puren Raubtierkapitalismus und forderte z. B. alle arbeits- und tarifrechtlichen Bestimmungen dort auszusetzen. Die Bürger dort haben das offenbar nicht vergessen, und dieser Splitterpartei bei den letzten Landtagswahlen endgültig den Laufpass gegeben.

Demokratie braucht Teilhabe!