
In Zeiten der Corona-Pandemie ist der preisbereinigte Umsatz im hessischen Gastgewerbe im April 2020 stark zurückgegangen: Beherbergungen meldeten einen Verlust von 86 Prozent gegenüber April 2019, in der Gastronomie lag der Umsatz um 71 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zeigten sich im hessischen Gastgewerbe im April 2020 besonders deutlich: Ausbleibende Gäste aus dem In- und Ausland, geschlossene Restaurants, abgesagte Veranstaltungen und weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens führten zu hohen Verlusten sowohl in der Beherbergung als auch in der Gastronomie. Insgesamt verzeichnete das hessische Gastgewerbe einen Umsatzrückgang von 76 Prozent. Die preisbereinigten Umsätze brachen in der Beherbergung um 86 Prozent gegenüber April 2019 ein. Besonders betroffen waren Hotels, Gasthöfe und Pensionen sowie Ferienunterkünfte. In der hessischen Gastronomie fiel der preisbereinigte Umsatz im Vergleich zu April 2019 um 71 Prozent. Die größten Einbußen durch die Corona-Maßnahmen zeigten sich dabei im Ausschank von Getränken: Die Umsätze beliefen sich auf lediglich ein Zehntel des Niveaus von April 2019.
Hinweise: Der April 2020 war geprägt von Corona-Maßnahmen, die das Gastgewerbe in Hessen deutlich einschränkten: das Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste, weitreichende Beschränkungen für grenzüberschreitende Reisen innerhalb der EU und ein EU-weites Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger, ein generelles Verbot von Veranstaltungen sowie touristischen und kulturellen Aktivitäten. Coronabedingt haben im April nicht alle Unternehmen im Gastgewerbe Auskunft über ihre Umsätze und Beschäftigten gegeben. Die Angaben für 29,9 Prozent der Unternehmen, von denen keine Informationen vorlagen, wurden geschätzt; das verwendete Schätzverfahren wurde an die aktuelle Situation angepasst. Bei der Interpretation der Ergebnisse für April 2020 muss berücksichtigt werden, dass mehr Angaben als sonst üblich geschätzt werden mussten. Die Schätzung ist ein in der Statistik übliches Verfahren, um einen Vergleich der Ergebnisse im Zeitverlauf zu ermöglichen. Die Gastgewerbestatistik ist eine Stichprobenerhebung. Alle monatlich befragten Unternehmen der Stichprobe haben einen Jahresumsatz von mindestens 150.000 Euro. +++
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