Eichenzell: Bürgerliste plant Zentrum für Medizin, Pflege und Familie

Eichenzeller Schloss

Die Bürgerliste Eichenzell bringt ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg: Ein „Zentrum für Medizin, Pflege und Familie“, das ärztliche Versorgung, medizinische Dienstleister, Kinderbetreuung sowie Unterstützung für Seniorinnen und Senioren an einem Ort bündelt. Ziel ist es, die langfristige Daseinsvorsorge in Eichenzell strukturell zu stärken – generationenübergreifend und nachhaltig.

Konkret handelt es sich um einen Prüfauftrag an den Gemeindevorstand. Dieser soll geeignete Grundstücksoptionen evaluieren, ein Raum- und Funktionsprogramm entwickeln sowie Gespräche mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern führen. Bereits im Sommer sollen nach dem Willen der Bürgerliste tragfähige Konzepte vorliegen.

Das Grundstück soll an einem verkehrsgünstigen Standort etabliert werden, vorzugsweise mit Anbindung an Bus und Bahn. Eine gute Erreichbarkeit ist entscheidend – für Patientinnen und Patienten, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie für medizinisches Fachpersonal. Konkrete Optionen, etwa in Bahnhofsnähe in Welkers, liegen auf dem Tisch und sollen geprüft werden.

Für die Bürgerliste steht fest, dass dieses Projekt weit mehr als ein einzelnes Bauvorhaben ist. Oliver Kümmel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, betont: „Wir treffen hier eine echte Zukunftsentscheidung für unsere Gemeinde. Wir wollen etwas schaffen, das Eichenzell dringend braucht: eine verlässliche medizinische Versorgung, gute Rahmenbedingungen für Familien und kurze Wege für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.“ Das geplante Zentrum sei daher „eine Investition in die Zukunft aller Generationen“.

Auch Fraktionsvorsitzender Joachim Weber unterstreicht den strategischen Charakter des Vorhabens. „Die Gemeinde versteht sich bewusst als Initiatorin, nicht als Umsetzerin. Unser Ziel ist es, neue Wege zu gehen, die notwendigen Partner frühzeitig einzubinden und ein wirtschaftlich tragfähiges Modell zu entwickeln.“ Auf diese Weise könne die langfristige Daseinsvorsorge gesichert werden, ohne den kommunalen Haushalt zu belasten.

Das geplante Zentrum soll unter anderem Raum für mehrere Arztpraxen der medizinischen Grundversorgung bieten, Flächen für medizinische Dienstleistungen wie Physiotherapie oder Ergotherapie vorhalten, Erweiterungsoptionen für Facharzt-Zweigpraxen ermöglichen sowie eine Seniorentagespflege integrieren. Zudem sind fünf U3-Gruppen in der Kindertagespflege mit einem strukturierten Vertretungsmodell vorgesehen.

Die Umsetzung ist über einen externen Investor geplant. Die Gemeinde übernimmt keine Bauträgerschaft, sondern schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen und begleitet das Projekt moderierend.

Abschließend macht die Bürgerliste deutlich, dass es hierbei nicht um Symbolpolitik, sondern um Verantwortung geht. „Wir gestalten heute die Grundlagen für das Eichenzell von morgen“, so Kümmel. „Wenn wir medizinische Versorgung sichern, Familien stärken und älteren Menschen wohnortnahe Unterstützung ermöglichen, dann sichern wir Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunft gleichermaßen.“

Mit dem Prüfauftrag setzt die Bürgerliste ein klares Signal: Eichenzell soll auch in den kommenden Jahrzehnten ein lebenswerter, starker und solidarischer Ort für alle Generationen bleiben. +++


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2 Kommentare

  1. Da fragt man sich doch, welche Investoren hinter diesen Projekten stehen und vor der Kommualwahl zusätzlich Ängste schüren, um sich auf Kosten der Bürger die Taschen voll machen wollen…
    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Bürger der sich nicht blenden lässt

  2. Da macht es sich die Bürgerliste wenige Wochen vor der Wshl sehr einfach. Bis zum Sommer soll der Gemeindevorstand eine Konzeption für Medizin, Pflege und Familien mit künftigen Nutzern erarbeiten. Zu diesem Konzept sollen mehrere Arztpraxen der Allgemeinmefizin, Plätze für Zweigarztpraxen von Fachärzten, Physiotherapiepraxen, Ergotherapiepraxen, Tagespflegeplätze, und die Schaffung von 5 U-3 Kitagruppen. Das alles soll an einem verkehrsgünstigen Platz mit Anbindung an Bus und Bahn entstehen.
    Das hier vorgestellte Modell – von einem Konzept kann man nicht sprechen- würde Investitionen im 2-stelligen Millionenbereich auslösen. Die Gemeinde darf das ganze Projekt lt. „Bürgerliste“ nichts kosten; soll aber trotz engem Personalbestand das ganze Projekt stemmen.
    Die „Bürgerliste“ müsste eigentlich wissen, wieviele „Ärztesitze“ in Eichenzell noch frei sind bevor sie dieses Wolkenkuckucksheim vorstellt.
    Welcher Investor würde z.B. eine Kita bauen, ohne dass er den Invest plus Gewinn zurückbekommt. Die Erfahrung mit vielen „PPP-Projekten“ (privat-public-partner) in ganz Deutschland zeigt, dass sich so etwas für die Gemeinden nicht rechnet.
    Wieder einmal reine Symbolpolitik wenige Tage vor der Wahl.
    Im Sommer hätte man dann dem Gemeindevorstand vorgeworfen, dass noch kein Baubeginn für das Projekt vorliegt.
    Die Bürgerliste bekommt kurz vor der Wahl noch Konkurrenz von der CWE, die auch plakatiert, dass auch für sie Bürger statt Parteien wählbar sind.
    Die Eichenzellerinnen und Eichenzeller haben aber schon lange gemerkt, dass das hessische Kommunalwahlgesetz ein Persönlichkeitswahlrecht mit kummulieren und panaschieren ist und für die CDU Bürgerinnen und Bürger kandidieren.

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