Die CDU Kalbach hält an ihrer Unterstützung für Marcel Kister bei der Kandidatur um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Kalbach fest. Kister sei authentisch, engagiert und fachlich versiert und damit aus Sicht der CDU geeignet, Kalbach und die vor der Gemeinde liegenden Herausforderungen zügig weiterzuentwickeln. Die zuletzt von der SPD Kalbach erhobenen Vorwürfe weist die CDU zurück.
In Kalbach wird am 13. September ein neuer Bürgermeister gewählt. „Seit seiner Kandidatur unterstützen wir Marcel Kister transparent und klar, weil wir der Meinung sind, dass er Kalbach in eine gute Zukunft führen wird“, sagt Jonathan Strott, Vorsitzender der CDU Kalbach.
Dass die SPD Kalbach nun kurz vor der Wahl verschiedene Vorwürfe gegen den Kandidaten Marcel Kister erhebe, sei insbesondere vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass sich die SPD erst kurz vor der Wahl hinter ihren Parteifreund Mark Bagus gestellt habe. Die CDU sieht darin eine politische Auseinandersetzung, in der es aus ihrer Sicht notwendig sei, die gegen Kister erhobenen Vorwürfe inhaltlich zurückzuweisen.
Konkret geht es unter anderem um den Vorwurf der SPD, Kister verspreche unrealistische Lösungen, ohne deren Finanzierung und Umsetzung ausreichend zu klären. Dies weist die CDU entschieden zurück. „Das war zu keiner Zeit des Wahlkampfes so. Marcel Kister ist Kämmerer. Er weiß genau, was finanziell umsetzbar ist und was nicht“, schreibt Strott. Aus Sicht der CDU gehe es Kister vielmehr darum, bei Themen, die in den vergangenen Jahren aus ihrer Sicht zu langsam vorangetrieben worden seien, das Tempo zu erhöhen. „Es ging in den vergangenen sechs Jahren vieles zu langsam. Hier setzt Marcel den Hebel an. Dafür wird es auch allerhöchste Zeit“, erklärt Strott.
Auch die von Kister vorgenommene Priorisierung der Kalbacher Wasserversorgung verteidigt die CDU. Das Problem bestehe tatsächlich seit Jahren, zugleich sei aus Sicht der Partei bislang zu wenig geschehen. Der Wasserverlust sei insbesondere im Vergleich zu anderen Kommunen weiterhin immens. Hinzu komme, dass die Zahl der Wasserrohrbrüche in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sei.
Dass Kister dieses Thema stärker in den Mittelpunkt stelle, realistische Lösungsvorschläge in die Diskussion einbringe, Kontakte zu Unternehmen aufnehme und selbst aktiv werde, könne aus Sicht der CDU deshalb nicht ernsthaft als Mangel angeführt werden. Vielmehr verdeutliche dieses Vorgehen seinen Einsatz und sein Engagement für die Gemeinde.
Strott verweist zum Abschluss selbst auf eine Aussage der SPD Kalbach, wonach in den vergangenen sechs Jahren nicht alles perfekt gelaufen sei. „Dem können wir nur zustimmen!“, erklärt der CDU-Vorsitzende. +++

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Gegendarstellung:
Mark Bagus war Kassenleiter (Leiter der Gemeindekasse) in Eichenzell. Er hat über 20 Jahre lang in der Gemeindeverwaltung Eichenzell gearbeitet, bevor er 2020 zum Bürgermeister von Kalbach gewählt wurde und die Stelle zum Jahresbeginn 2021 antrat.
Die Bezeichnungen grenzen sich wie folgt ab:
Kassenleiter: Das war seine offizielle berufliche Funktion als Beamter/Angestellter in der dortigen Gemeindeverwaltung.
Kassenwart: Dieser Begriff wird üblicherweise für den ehrenamtlichen Schatzmeister in einem Verein verwendet.
Kämmerer: Das ist der Finanzchef einer Gemeinde, der den Haushalt aufstellt. Dieses Amt des Kämmerers (Leitung Finanzen) in Kalbach bekleidet aktuell sein Gegenkandidat Marcel Kister.
Somit war H. Bagus mitnichten Kämmerer in Eichenzell
Ein Bürgermeister, der in der Kommune lebt und hier seine Steuern und Abgaben entrichttet, wird die Interessen seiner Bürger objektiver und mit mehr Nachdruck vertreten als jeder externer Kandidat. Immer dann wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, werden Entscheidungen von Amtsträgern nachhaltiger.
Dass Sie Mark Bagus aufgrund seiner Erfahrung für den geeigneteren Kandidaten halten, ist natürlich eine legitime persönliche Einschätzung.
Einen Punkt in Ihrer Begründung möchte ich allerdings korrigieren: Nach meinem Kenntnisstand war Mark Bagus in Eichenzell nicht Kämmerer, sondern langjähriger Leiter der Gemeindekasse. Das ist durchaus umfangreiche Erfahrung in der Finanzverwaltung, aber eben eine andere Funktion. Marcel Kister ist dagegen tatsächlich Kämmerer der Gemeinde Kalbach.
Auch die Kritik an der CDU kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Wahlkampf zwischen Mark Bagus und Marcel Kister war bislang erfreulich sachlich. Es war nun die SPD, die sich kurz vor der Wahl deutlich positioniert und dabei Kisters Vorschläge kritisiert hat, wie man hier auf FuldaInfo doch unschwer nachlesen kann. Dass die CDU, die seine Kandidatur unterstützt, darauf antwortet, ist aus meiner Sicht nur folgerichtig.
Am Ende sollten ohnehin weniger Parteizugehörigkeiten als Qualifikation, Ideen und die Vorstellungen der beiden Kandidaten für Kalbach entscheiden.
Als „Kenner“ der Kalbacher Politik bereits vor der Gebietsreform 1972 durch meinen im August 1968 erfolgten Eintritt in die SPD bei dem damaligen ehrenamtlichen Bürgermeister und SPD-Landtagsabgeordneten Ferdinand Auth bin ich immer wieder verwundert über die „Aktivitäten der CDU“! Nach dem SPD-Bürgermeister Eduard Möller von 1972–1983 folgten von 1983–2006 Karl-Heinz Kaib, CDU, von 2006–2014 Dag Wehner, CDU, von 2014–2020 Florian Hölzer parteilos und seit 2021 Mark Bagus, parteilos. Seit dem „CDU-Hartliner“ Kaib, welcher jedoch im Zusammenhang mit der Kreismülldeponie sehr hartnäckig und erfolgreich verhandelt hat, waren keine größeren parteipolitischen Streitereien erkennbar! Dass die CDU Kalbach jetzt drei Tage vor der Bürgermeisterwahl damit noch mal anfängt, verwundert mich sehr! Zumal der Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Bagus und „Mitbewerber Kister bisher äußerst sachlich war. Mark Bagus hat durch jahrzehntelange Erfahrung als ehrenamtlicher Mandatsträger in Flieden und hauptamtlicher Kämmerer in Eichenzell und nach 6 Jahren Bürgermeister in Kalbach meiner festen Überzeugung nach die besseren Voraussetzungen für eine weitere Amtszeit.