An der Spitze der Justizvollzugsanstalt Fulda hat es einen Wechsel gegeben. Hessens Justizminister Christian Heinz hat Carsten Faust am Freitag offiziell als neuen Leiter der JVA Fulda eingeführt und zugleich dessen Vorgänger Karsten Koudela verabschiedet. Mit dem Wechsel endet für Koudela eine siebenjährige Amtszeit in Fulda, die ihn nun zurück nach Nordhessen führt. Seit dem 1. Januar 2026 ist er stellvertretender Anstaltsleiter der JVA Kassel I.
Der Minister würdigte beide Beamte als prägende Persönlichkeiten des hessischen Justizvollzugs. Koudela sei seit mehr als drei Jahrzehnten im Dienst des Landes tätig und habe den Justizvollzug in Hessen über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Funktionen mitgestaltet. Zugleich beschrieb Heinz den neuen Leiter Carsten Faust als einen erfahrenen Kenner des hessischen Vollzugswesens, der nun die Verantwortung in Fulda übernimmt.
Karsten Koudela wurde 1965 in Kassel geboren. Nach der Fachhochschulreife begann er zunächst eine Ausbildung als Reserveoffiziersanwärter bei der Bundeswehr in Homberg/Efze. Als Oberleutnant der Reserve wechselte er 1993 zur JVA Kassel I und absolvierte dort seinen Vorbereitungsdienst. Es folgten Stationen bei den Justizvollzugsanstalten Frankfurt I und II sowie im Hessischen Ministerium der Justiz. 2005 kehrte er nach Kassel zurück, ein Jahr später übernahm er eine Vollzugsabteilungsleitung in der JVA Schwalmstadt. 2018 wechselte er als Geschäftsleiter an die JVA Hünfeld, bevor er zum 1. Januar 2019 Leiter der JVA Fulda wurde.
Christian Heinz bezeichnete Koudela als „echten Nordhessen“, dessen beruflicher Weg immer wieder nach Kassel geführt habe. Für seine neue Aufgabe bringe er einen großen Erfahrungsschatz mit.
Mit Carsten Faust übernimmt nun ebenfalls ein langjähriger Mitarbeiter des hessischen Justizvollzugs die Leitung der Fuldaer Anstalt. Faust wurde 1966 in Frankenberg geboren. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Bürokaufmann und war anschließend als Zeitsoldat bei der Bundeswehr in Rotenburg an der Fulda tätig. Danach folgte eine Ausbildung in der Verwaltung der Stadt Frankfurt am Main, wo er verschiedene Aufgaben in unterschiedlichen Abteilungen übernahm.
2002 wechselte Faust in den Justizvollzug und begann seine Tätigkeit an der JVA Schwalmstadt. Bereits ein Jahr später ging er zum VCC Nord, ehe ihn sein Weg 2005 an die JVA Hünfeld führte. 2008 wurde er erstmals kommissarisch als stellvertretender Leiter an die JVA Fulda abgeordnet. Später folgten Stationen außerhalb des Justizvollzugs: 2012 wechselte Faust als Hauptamtsleiter zur Gemeinde Kirchheim. 2016 kehrte er an die JVA Hünfeld zurück und wurde dort Vollzugsabteilungsleiter. Im Jahr 2024 erfolgte die Bestellung zum weiteren Vertreter des Leiters der JVA Hünfeld.
Seit dem 1. Januar 2026 steht Carsten Faust nun an der Spitze der JVA Fulda. Justizminister Heinz hob hervor, dass Faust nicht nur den osthessischen Justizvollzug genau kenne, sondern zusätzlich Erfahrungen aus der Kommunalverwaltung mitbringe – eine Kombination, die ihm in seiner neuen Aufgabe zugutekommen werde. +++
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