Brähler als Beigeordneter des Gemeindevorstands von Kalbach zurückgetreten

CDU Kalbach bedauert den Schritt ausdrücklich

Kalbach. Aufgrund unüberbrückbarer Differenzen in der fachlichen und persönlichen Zusammenarbeit mit Bürgermeister Florian Hölzer ist Jakob Brähler (CDU) mit sofortiger Wirkung vom Amt eines Beigeordneten des Gemeindevorstandes in Kalbach zurückgetreten, so die Mitteilung der CDU.

Für den CDU-Gemeindeverband Kalbach kam der Schritt von Brähler nicht gänzlich unerwartet, aber zum jetzigen Zeitpunkt dennoch überraschend. Durch seine Besonnenheit und verlässliche Art ist er in den Reihen der CDU-Vertreter und darüber hinaus geschätzt und geachtet. „Jakob Brähler hat in den zurückliegenden Monaten seiner Amtszeit hervorragend im Gemeindevorstand gewirkt, seinen besonderen juristischen Sachverstand immer wieder notwendigerweise eingebracht und sehr viel Zeit für diese ehrenamtliche Arbeit investiert,“ so Wolfgang Maul, Vorsitzender des Gemeindeverbandes und zugleich ebenfalls Beigeordneter des Gemeindevorstandes. „Unser Dank gilt Jakob Brähler für seine Tätigkeit in diesem Gremium. Durch verschiedenste Veränderungen nach der Kommunalwahl waren wir dankbar, dass er auch in diesen schwierigen Zeiten für die CDU-Kalbach den Wählerwillen umgesetzt hat.“

Jakob Brähler gilt in den Reihen der CDU als Experte für Rechtsfragen, weshalb ihm zuletzt die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister schwergefallen ist. So musste Bürgermeister Hölzer immer wieder auf Vorgänge hingewiesen werden, die der Hess. Gemeindeordnung oder Satzungen der Gemeinde Kalbach nicht entsprechen. „Die gemeinsame Verantwortung im Gemeindevorstand kann ich nicht mehr mittragen und ziehe meine Konsequenzen“, so Jakob Brähler, der allerdings weiter engagiert für die CDU-Fraktion und den CDU-Vorstand zur Verfügung steht. Auch seinen Vorsitz der BI „Keine weitere Bahntrasse durch Kalbach“ wird er weiter begleiten. +++

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1 Kommentar

  1. Beim Ablegen des Amtseides verspricht der Bürgermeister, die Gesetze einzuhalten. In Kalbach ist dies offensichtlich schwierig. Für einen Juristen im Gemeindevorstand kaum erträglich. Ich kann die Entscheidung des Herrn Brähler verstehen. Aber neben dem Bürgermeister und Herrn Brähler gibt es weitere Mitglieder im Gemeindevorstand. Diese haben für eine erforderliche Mehrheit gesorgt, wie auch Gemeindevertreter für Mehrheiten sorgen. Offenbar war diesen Personen die Rechtslage eher egal oder nicht bekannt. Der Fehler liegt ursprünglich im System, denn weder die Mitglieder eines Gemeindevorstandes noch Gemeindevertreter haben die Verantwortung für eine getroffene Entscheidung zu übernehmen. Da fällt es leicht, aus Gefälligkeit oder Bequemlichkeit ja zu sagen. Die Leidtragenden sind die Bürger und die merken das erst viel zu spät.
    Kalbach ist fast überall.

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