Barrierefrei und nachhaltig: Berghaus Rhön eröffnete nach Umbau

Die Kosten blieben mit drei Millionen Euro im Kostenrahmen

Gernot Meyer (Architekturbüro Wiener), Landrat Thomas Bold, Silja Wiener, Alfred Wiener (beide Architekturbüro Wiener), Bernhard Oßner (Pächter)

Gleicher Ort, neues Haus: Das Berghaus Rhön hat wieder geöffnet! Landrat Thomas Bold ist mit dem neuen Gebäude sehr zufrieden: „Das neue Berghaus ist rundum gelungen. Es ist modern, barrierefrei und nachhaltig – ein echter Wohlfühlort also, genau wie unsere gesamte Region! Ich bin mir sicher, dass das Berghaus viele Einheimische und Touristen anziehen wird!“ Das alte Berghaus – übrigens seit den 70ern im Eigentum des Landkreises – war sanierungsbedürftig gewesen. Weil ein Neubau wirtschaftlicher als eine Renovierung war, hatte man sich entschieden, die touristische Destination am gleichen Platz neu zu bauen: am Farnsberg bei Riedenberg, oberhalb des Tintenfasses.

Für den Teilabbruch rückten die Bagger bereits im November 2018 an. Bis auf den Keller blieb nichts stehen. Das neue Haus entstand dann in Holzbauweise. Die Arbeiten kamen gut voran, sodass bereits im Juli Richtfest gefeiert werden konnte. Nun ist es fertig und heißt Gäste aus nah und fern willkommen. Und für die ist viel Platz: Im Erdgeschoss ist ein Gastraum für bis zu 120 Personen. Durch Panoramafenster hat man während der Brotzeit einen herrlichen Blick nach draußen. Neben der bisherigen Terrasse in Richtung Osten entstand eine weitere auf der anderen Seite des Hauses – Frischluft und Sonnenschein kann man jetzt also noch ausgiebiger genießen. Ins Obergeschoss gelangt man über mehrere Treppen und bald auch über einen Aufzug. Oben angekommen, gibt es wie im „alten“ Berghaus Übernachtungszimmer: zehn an der Zahl für jeweils bis zu vier Personen. Jedes der Zimmer hat ein Bad mit Dusche und WC. Zwei der Zimmer sind behindertengerecht eingerichtet und bieten genügend Platz, um zum Beispiel mit einem Rollstuhl rangieren zu können. Durch bodentiefe Fenster sind auch die Gästezimmer schön hell und bieten den freien Blick in die Natur.

Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit standen beim Bau des Berghauses ganz weit oben auf der Agenda. Darum wird das Haus auch über eine Pelletheizung mit Wärme versorgt. Der Gastraum im Erdgeschoss lässt sich mithilfe einer Trennwand verkleinern, wenn zum Beispiel geschlossene Gesellschaften zu Gast sind oder einfach mal weniger los ist. Durch den kleineren Raum spart man Heizkosten – und gemütlicher ist es noch dazu. Pächter Bernhard Oßner hat außerdem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach aufgebracht. Durch die natürlich produzierte Energie reduziert sich der weitere Strombedarf – das spart Kosten und schont die Umwelt. Wer e-mobil unterwegs ist, kann am Berghaus nun auch tanken: Es gibt bereits Ladestationen für E-Bikes; Ladesäulen für E-Autos werden bald folgen. Auf diese Weise wird das Berghaus ein noch attraktiverer Anlaufpunkt für nachhaltigen Tourismus, der im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön eine bedeutende Rolle spielt.
Die Bauarbeiten am Berghaus Rhön wurden Zeitplan bewältigt. Die Kosten für das Bauprojekt blieben mit drei Millionen Euro im Kostenrahmen. +++ pm

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