Die 74. Bad Hersfelder Festspiele 2025 enden mit einem Rekordergebnis: Zum zweiten Mal in Folge überschritt Festspielintendant Joern Hinkel die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern. Insgesamt kamen 101.687 Menschen zu Aufführungen in der Stiftsruine, im Schloss Eichhof sowie zur Koproduktion „Titanic“ im „Konrads“. Die Auslastung lag bei rund 85 Prozent, ohne Nebenveranstaltungen wie Backstage-Führungen und Einführungsvorträge.
Hinkel, der nach acht Jahren als Intendant verabschiedet wird, setzte erneut auf innovative Inszenierungen, darunter Shakespeare-Stoffe, musikalische Experimente und Familienstücke. Zu den Höhepunkten gehörten „Die Räuber“ mit Musik der Toten Hosen (28.091 Zuschauer, 95 % Auslastung), „Ronja Räubertochter“ (17.692, 99 %), „Wie im Himmel“ (14.510, 94 %), die Wiederaufnahme des Musicals „A Chorus Line“ (9.433, 74 %) sowie „Sommernachtsträume“ (19.171, 65 %). Im Schloss Eichhof überzeugten die Komödien „Gott des Gemetzels“ (5.016, 97 %) und „Kunst“ (3.193, 84 %). Dass Hinkel erneut an das gute Ergebnis des vergangenen Jahres anknüpfen konnte, freut den scheidenden Intendanten ganz besonders. „100.000 Menschen zu den Festspielen zu locken, ist ein traumhaftes Ergebnis, über das ich mich im letzten Jahr meiner Intendanz sehr freue“, lässt sich Hinkel zitieren.
Auch Bad Hersfelds Bürgermeisterin, Anke Hofmann, freut sich über das wunderbare Besucherergebnis; sie dankt Joern Hinkel für sein kreatives und künstlerisches Schaffen in den vergangenen Jahren. Erneut habe Joern Hinkel mit seinem Spielplan das Festspiel-Publikum fasziniert, so Hofmann. Für ihre schauspielerischen Leistungen wurden David Jakobs („Die Räuber“) mit dem „Großen Hersfeldpreis“ und Myriam Akhoundov („Ronja Räubertochter“) mit dem „Hersfeldpreis“ ausgezeichnet; Hinkel selbst wurde für seine Verdienste um die Bad Hersfelder Festspiele vom hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein bei der Eröffnung der Festspiele Ende Juni in der Stiftsruine mit dem „Hessischen Verdienstorden am Bande“ geehrt.
Trotz widriger Wetterbedingungen im Juli verlief die Spielzeit ohne wetterbedingte Ausfälle. Die Festspiele verfügten über einen Gesamtetat von 8,6 Millionen Euro, gefördert von Bund, Land Hessen, Stadt Bad Hersfeld und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Abschlussgala am 18. August, bei der 1287 Gäste erwartet werden, bildet den emotionalen Schlusspunkt von Hinkels Intendanz, bevor die Bilanz des Festspieljahres zum Jahresende vorliegt. +++

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