Anhaltende Trockenheit Obere Wasserbehörde des RP Kassel ruft zum Einschränken von Wasserentnahmen aus Gewässern auf

Auf Grund der anhaltenden Trockenheit sind die Pegelstände an den nord- und osthessischen Gewässern in den Niedrigwasserbereich gesunken. Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen sind daher teilweise nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich und bedürfen besonderer Sensibilität. In Abstimmung mit den Unteren Wasserbehörden der Landkreise gibt das Regierungspräsidium (RP) Kassel als Obere Wasserbehörde hierzu entsprechende Hinweise.

Durch geringe Abflüsse und die starke Erwärmung des Wassers verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Fische und andere Gewässerorganismen zusehends. Insbesondere an kleinen Gewässern besteht die Gefahr, dass zusätzliche Wasserentnahmen den Fischen und anderen Gewässerorganismen die Überlebensmöglichkeiten entziehen und diese dann absterben.

Die Wasserbehörden der Landkreise und der kreisfreien Stadt Kassel im Zuständigkeitsbereich des RP Kassel werden die Pegelstände weiter beobachten und voraussichtlich zeitnah gewässerbezogen auch konkrete Verbote aussprechen müssen. Entsprechende konkrete Beschränkungsverfügungen werden aktuell von einzelnen unteren Wasserbehörden in Nord- und Osthessen bereits vorbereitet.

Regierungspräsident Mark Weinmeister appelliert angesichts der Trockenheit und der niedrigen Wasserstände an das Verantwortungsbewusstsein und rücksichtsvolles Handeln jeder und jedes Einzelnen: „Angesichts der Hitze- und Trockenperiode zählt aktuell jeder Liter Wasser in unseren Flüssen, Bächen und Seen. Insbesondere an kleineren Fließgewässern können zusätzliche Wasserentnahmen erhebliche Auswirkungen auf die Wasserlebewesen haben. Ich bitte daher alle Nutzerinnen und Nutzer, die aktuelle Situation bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen und erlaubnisfreie Entnahmen bzw. ein umfängliches Schöpfen von Hand freiwillig zu unterlassen.“

Gabriele Lemmer, Leiterin der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Kassel und Vertreterin der nordhessischen unteren Wasserbehörden in der Arge Untere Wasserbehörden, ergänzt: „Die Wasserbehörden beobachten die Durchflussentwicklung in den Gewässern seit Anfang des Monats Juni kritisch. Da absehbar keine flächendeckenden und andauernden Niederschläge in Sicht sind und regionale Schauer und Gewitter die Lage nur kurzfristig verbessern, werden zum Schutz der wasserökologischen Belange auch in diesem Jahr Beschränkungen für Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern erforderlich.“ +++


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