Anbau am Feuerwehrhaus in Schweben fertiggestellt und übergeben

Im neuen Umkleideraum der Männer (v.l.n.r.): Holger Biehn (Evangelische Kirchengemeinde); Zbigniew Zielinski (Katholische Kirchengemeinde „St. Goar“), Bürgermeister Christian Henkel, Thomas Auth (Wehrführer), Erwin Pappert, Stefan Gärtner (Vorsitzender der Gemeindevertretung), Friedhelm Bier (Architekt)

Was in früheren Jahren nichts Ungewöhnliches war, hat sich in neuerer Zeit zunehmend als problematisch erwiesen: Wie in vielen anderen, kleinen Feuerwehrhäusern befanden sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Schweben die Umkleidespinde mit der Einsatzbekleidung der Feuerwehrleute direkt in der Fahrzeughalle. Während sich schädliche Fahrzeugabgase mit einer entsprechenden Absaugeinrichtung ableiten lassen, bleiben darüber hinaus weitere Probleme: In der nur schwach beheizten Fahrzeughalle kann die Kleidung nicht richtig trocknen, wird klamm und nimmt dadurch Schaden. Auch eine Trennung von Einsatz- und Straßenkleidung sowie separate Umkleidemöglichkeiten für Männer und Frauen sind nicht gegeben. Diese Situation in Schweben wollte die Gemeinde Flieden bereinigen.

Dazu wurde im Jahr 2016 mit ersten Entwürfen für einen Anbau begonnen, in diesen neben getrennten auch normgerecht gestaltete Umkleideräume sowie entsprechende Sanitärräume eingebaut werden sollten. Anlässlich einer Pandemie-bedingt klein gehaltenen Segnung und Übergabe ging Bürgermeister Christian Henkel auf den Ablauf der Baumaßnahme ein: „Der vertieften Planung folgte im Jahr 2017 die Beantragung von Fördermitteln, die in 2018 bewilligt wurden. Noch Ende 2018 wurden die ersten Aufträge vergeben, Baubeginn war dann im Frühjahr 2019. Fertiggestellt wurde der Anbau etwa ein Jahr später. Leider konnten wir die Einweihung dann jedoch nicht wie geplant anlässlich eines Festes zum 85-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Schweben feiern.“ Der Kostenansatz von 180.000 Euro wurde trotz hoher Baukonjunktur eingehalten. An der Finanzierung beteiligten sich das Land Hessen mit circa 17.000 Euro und der Landkreis Fulda mit Mitteln aus dem Kreisausgleichsstock in Höhe von 53.100 Euro. Bürgermeister Henkel bedankte sich beim Land Hessen und dem Landkreis Fulda für die Zuwendungen sowie bei der Gemeindevertretung Flieden für die Bereitstellung der fehlenden 110.000 Euro.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Flieden, Stefan Gärtner, lobte das hohe Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte in der Freiwilligen Feuerwehr, die für Hilfe und Sicherheit ihrer Mitbürger Tag und Nacht bereitstünden. Für die Gemeinde sei es deshalb eine wichtige Aufgabe, ausreichend Mittel für eine sachgerechte und zeitgemäße Ausstattung bereitzustellen. Geplant und begleitet wurden die Arbeiten von Architekt Friedhelm Bier aus Spangenberg. Bier lobte die beteiligten Handwerksfirmen aus der Region für ihre Zuverlässigkeit und ihre gute Arbeit. Ganz besonders bedankte er sich bei Erwin Pappert von der Feuerwehr Schweben, der die Arbeiten seitens der Feuerwehr vor Ort mit begleitete und sich dabei stets eng mit dem Architekten abstimmte, so dass das Projekt gut und zielführend vorankam. Diesem Dank schloss sich Wehrführer Thomas Auth an, der das Engagement Papperts als herausragend würdigte und der Feuerwehr Schweben damit einen großen Dienst erwiesen habe. Auth bedankte sich auch bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Mittel und die Umsetzung der Baumaßnahme. Für die Motivation der Kameradinnen und Kameraden sei es wichtig, ein entsprechendes Umfeld bereitzustellen. Dazu gehörten unter anderem auch adäquate Räumlichkeiten, die nun geschaffen wurden. Die ökumenische Segnung der neuen Räume übernahmen anschließend Pfarrer Zbigniew Zielinski und Pfarrer Holger Biehn. Sie stellten den Anbau, besonders aber die selbstlose Arbeit der Einsatzkräfte für ihre Mitbürger unter Gottes Schutz und Segen.

Nachdem die baulichen Maßnahmen in Schweben fertiggestellt sind, wartet die Feuerwehr nun auf die Auslieferung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF-W), das bereits bestellt ist und sich gerade in der Fertigung befindet. Es besteht die Hoffnung, die Fahrzeugsegnung und -übergabe dann, wie es üblich ist, mit einem kleinen Fest zu feiern, zu dem dann auch wieder ein größerer Rahmen möglich sein wird. +++ pm/ja

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