AfD-Fraktion fordert Rücktritt von Gesundheitsdezernenten Schmitt

Schmitt hat es versäumt, im Sommer eine Strategie für die erwartete zweite Welle vorzubereiten

Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt (CDU)

Fulda ist nach wie vor in der bundesweiten Spitzengruppe der Covid19-Inzidenzwerte. Die AfD fordert einen Strategiewechsel, der durch eine personelle Änderung ermöglicht werden soll. „In unseren Nachbarkreisen sinken die Zahlen seit Wochen, nur Fulda entwickelt sich hier negativ gegen den Trend. Die getroffenen Maßnahmen zeigen keine Wirkung, eine Öffnungsstrategie zeichnet sich noch immer nicht ab. Ein spezifisches „Akzeptanzproblem“ der Maßnahmen konzentriert auf Fulda ist nicht nachweisbar. Wer den „schwarzen Peter“ daher in letzter Instanz dem Bürger zuschieben will, gibt damit einen politischen Offenbarungseid ab. Verantwortlich sind die Entscheidungsträger im Landratsamt. Die AfD Fraktion im Kreistag fordert daher den verantwortlichen Gesundheitsdezernenten Frederik Schmitt (CDU) zum Rücktritt auf“, erklärte der stellv. Fraktionsvorsitzende Jens Mierdel.

Ihre Forderung begründet die AfD Fraktion in einem mehrseitigen Papier, welches die Fehlleistungen der Fuldaer Corona-Strategie und des Gesundheitsdezernenten anschaulich untermauert [1]. Als Alternative zu Schmitt schlägt die AfD darin während der Covid-19 Situation einen Interims-Gesundheitsdezernenten einzusetzen, bei dem es sich allerdings um einen fachlich versierten Mediziner handeln sollte und keinen Parteipolitiker. „Die osthessischen Gemeinden haben im Prinzip eine ähnliche Covid19-Herausforderung vorliegen, meistern diese aber offensichtlich wesentlich besser als die Verantwortlichen in Fulda, sonst würde sich unser Landkreis nicht gegen den Trend entwickeln. Frederik Schmitt (CDU) ist für den Gesundheitsbereich verantwortlich. Seine Wiederwahl als ersten Kreisbeigeordneten wurde überraschend im vergangenen Jahr vorgezogen. Ein Fehler, wie sich nun zeigt. Da er auch Gesundheitsdezernent ist, scheint er mit seinen vielen Aufgaben überfordert. Er sollte nun Verantwortung für die Fehlentwicklung der vielen Fallzahlen in Fulda übernehmen“, so Mierdel.

„Schmitt hat es versäumt, im Sommer eine erfolgversprechende Strategie für die erwartete zweite Welle vorzubereiten. Altenheime liefern noch immer eine zu hohe Positivrate und zu viele Todesfälle. Dies wäre vermeidbar gewesen. Die Stadt Tübingen aber auch Berlin zeigt, wie man mit einem breitgefächerten Schutzkonzept speziell für ältere Bürger Erfolg haben kann. Schmitt hätte sich daran orientieren können, nicht zuletzt, da die AfD Vorschläge in diese Richtung unterbreiten wollte, die es im Kreistag nicht einmal auf die Tagesordnung geschafft hatten“, erläutert Mierdel in der Mitteilung abschließend.

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