In Deutschland ist die Menge der anfallenden Abfälle im Jahr 2024 erneut zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entstanden bundesweit insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfälle. Das waren 17,4 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Einen noch niedrigeren Wert hatte es zuletzt 2009 gegeben, als 359,4 Millionen Tonnen registriert wurden. Den bisherigen Höchststand erreichte das Abfallaufkommen im Jahr 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen.
Den größten Anteil am Rückgang hatten erneut die Bau- und Abbruchabfälle. Ihre Menge verringerte sich gegenüber 2023 um 16,0 Millionen Tonnen oder 8,1 Prozent. Bereits im Vorjahr war diese Abfallart stärker zurückgegangen als alle anderen. Auch bei den übrigen Abfällen, zu denen insbesondere Abfälle aus Produktion und Gewerbe zählen, wurde ein Minus verzeichnet. Hier sank das Aufkommen um 1,9 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,1 Prozent. Die Menge der Sekundärabfälle, also jener Abfälle, die bereits in einer Abfallbehandlungsanlage behandelt wurden, ging um 1,1 Millionen Tonnen oder 2,0 Prozent zurück.
Gegenläufig entwickelte sich die Menge der Abfälle aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen. Sie stieg um 1,3 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,5 Prozent. Auch die Siedlungsabfälle, zu denen insbesondere Abfälle aus privaten Haushalten gehören, nahmen leicht zu. Hier wurde ein Anstieg um 0,4 Millionen Tonnen oder 0,8 Prozent registriert.
Trotz des Rückgangs stellten die Bau- und Abbruchabfälle weiterhin den größten Teil des gesamten Abfallaufkommens dar. Mit 182,8 Millionen Tonnen entfielen 50 Prozent aller Abfälle auf diesen Bereich. Es folgten die Sekundärabfälle mit 56,1 Millionen Tonnen und einem Anteil von 15 Prozent. Die Siedlungsabfälle machten mit 49,3 Millionen Tonnen 14 Prozent des Gesamtaufkommens aus. Auf die übrigen Abfälle entfielen 45,1 Millionen Tonnen beziehungsweise zwölf Prozent. Die Abfälle aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen erreichten 29,5 Millionen Tonnen und damit einen Anteil von acht Prozent.
Von den insgesamt angefallenen Abfällen wurden im Jahr 2024 rund 296,2 Millionen Tonnen verwertet. Davon wurden 249,9 Millionen Tonnen stofflich verwertet, was 69 Prozent des gesamten Abfallaufkommens entspricht. Weitere 46,4 Millionen Tonnen beziehungsweise 13 Prozent wurden energetisch genutzt. Die Verwertungsquote lag damit bei 82 Prozent und blieb gegenüber den Vorjahren unverändert. Dieser Wert wird bereits seit 2019 erreicht.
Die übrigen Abfälle wurden auf unterschiedlichen Wegen beseitigt. Der größte Teil wurde deponiert. Auf Deponien landeten 59,1 Millionen Tonnen, was einem Anteil von 16,3 Prozent entspricht. Weitere 2,9 Millionen Tonnen oder 0,8 Prozent wurden thermisch beseitigt. Einer sonstigen Behandlung mit anschließender Beseitigung wurden 4,4 Millionen Tonnen zugeführt. Ihr Anteil lag bei 1,2 Prozent. +++

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