137 Stromversorger kündigen zum Jahreswechsel Preiserhöhungen von 3,5 Prozent an

Stromzähler

Berlin. Verbraucher müssen im neuen Jahr mit steigenden Stromkosten rechnen. Neben der EEG-Umlage erhöhen sich auch weitere staatliche Abgaben sowie vielerorts die Netzentgelte. Dadurch steigen die Strompreise von 137 Versorgern durchschnittlich um 3,5 Prozent – örtlich sogar um bis zu 15,2 Prozent. Für eine Familie sind das Mehrkosten von bis zu 189 Euro im Jahr. Das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals TopTarif.

137 Versorger kündigen Preiserhöhungen an – 20 Versorger senken

Die durchschnittlichen Strompreise sind im Jahresverlauf um ein Prozent nach unten gegangen. Im November zahlte eine 4-köpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden 11 Euro weniger als noch im Januar. Doch zum Jahreswechsel kehren viele Anbieter den Trend um: 137 von 831 Grundversorgern haben Preiserhöhungen von durchschnittlich 3,5 Prozent angekündigt. Dadurch steigt die Stromrechnung der betroffenen Haushalte im Schnitt um 42 Euro. Zugleich wollen 20 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 2 Prozent senken. Das entspricht einer Entlastung von rund 23 Euro.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung nutzen

Bis zum 20. November müssen die Stromanbieter bekannt geben, ob sie zum Jahreswechsel ihre Preise ändern. Alle Versorger, die ihre Preise anheben, müssen ihre Kunden auch auf ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen, sodass Verbraucher schnell handeln sollten. „Viele Versorger zögern wohl bis zuletzt, ob sie die gestiegenen Umlagen und Netzkosten an ihre Kunden wirklich weitergeben, daher können noch weitere Versorger mit Preiserhöhungen hinzukommen“, erklärt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

Durchschnittlich 171 Stromversorger pro Postleitzahl verfügbar

Der Wettbewerb auf dem Strommarkt hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Verbraucher können heute im Schnitt zwischen 171 Stromanbietern in ihrer Region wählen – vor zehn Jahren waren es nur 26 Versorger. Das führt auch zu einem großen Preisgefälle am Markt. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt aktuell 1.211 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter werden pro Jahr nur 741 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Entlastung von 470 Euro oder 39 Prozent. +++


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