„Z.I.E.L. Michaelshof“

Ein Zentrum für Inklusion und Entwicklung des Ländlichen Raumes

Hilders-Unterbernhards. Um sich interkulturell auf Augenhöhe kreativ zu begegnen, dabei die Inklusion sowie die individuellen Stärken und Talente jedes einzelnen zu fördern, soll auf dem Michaelshof im Hilderser Ortsteil Unterbernhards im Landkreis Fulda, der in der Vergangenheit vorwiegend als Familienstätte genutzt wurde, ein Begegnungszentrum unterschiedlicher Kulturen etabliert werden. Gestern wurde „Z.I.E.L. Michaelshof (– Zentrum für Inklusion und Entwicklung des ländlichen Raums)“, so der Name des Projektes, welches vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert- sowie durch das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Fulda e.V. im Schulterschluss mit der gemeinnützigen GmbH „Grümel“ ermöglicht werden wird, im Beisein der SPD-Bundestagsabgeordneten Birgit Kömpel MdB sowie dem Bürgermeister der Marktgemeinde Hilders Hubert Blum (SPD) im Rahmen der offiziellen Auftaktveranstaltung zum Projektstart auf dem Michaelshof erstmals vorgestellt.

Seit jeher ist der Michaelshof mit der Rhön verbunden. In der Vergangenheit, hauptsächlich als Familienstätte genutzt, schuf er einerseits qualitativ hochwertige Freizeitangebote für die Bevölkerung der Kommune und des Landkreises, andererseits schuf er Arbeitsplätze für die Bürger der umliegenden Dörfer. Mit dem fortschreitenden Demografischen Wandel und den damit einhergehenden Folgen für den ländlichen Raum, hat sich auch das Gesicht des Michaelshofes verändert. Seit Frühjahr 2015 sieht sich der Landkreis Fulda, wie auch der Michaelshof, der seitdem als Gemeinschaftsunterkunft genutzt wird, neuen Herausforderungen und Potentialen gegenüber, sodass verschiedene Anspruchsgruppen der Region die Chance der synergetischen Revitalisierung ergreifen wollen.

Unter dem Akronym „Z.I.E.L. Michaelshof“ verbergen sich die Hauptziele des Projektes: Die Etablierung eines Zentrums für Inklusion und Entwicklung des Ländlichen Raumes. Vor allem die traditionelle Wechselseitigkeit, die auch bei der interkulturellen Begegnung im Fokus steht, ist hier von besonderer Bedeutung.

Gemeinsam mit seinen Projektpartnern, wie beispielsweise die Gemeinnützige GmbH Grümel, möchte der DRK Kreisverband Fulda e.V. den Michaelshof zu einem Ort der Begegnung, Bildung und der Kultur weiterentwickeln. Anhand verschiedener, vielfältiger Freizeitangebote, wie beispielsweise Kunst- und Kreativkurse – worunter neben dem gemeinsamen Musizieren, Malen, Basteln und Werken, fallen – Bewegungsworkshops (Tanz, Capoeira, …), kulinarische Seminare, Veranstaltungen und vieles mehr, soll eine breite Öffnung der Gemeinschaftsunterkunft Michaelshof, der Dorfgemeinschaft und damit auch der Kulturen erfolgen.

Durch die niedrigschwellige Ansprache von sowohl Asylsuchenden – vorwiegend Bewohner des Michaelshofes und der Region – als auch der Bürger – vorwiegend aus dem Ortsteil Unterbernhards und der Kerngemeinde Hilders – ohne Altersbeschränkung, wird das einander (Kennen-)Lernen mit- und voneinander in einem geschützten Rahmen ermöglicht. Die Vielseitigkeit der Angebote unterstützt dabei in den jeweiligen Bereichen des alltäglichen Lebens die Annäherung sowie die gegenseitige Auseinandersetzung mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Die Entwicklung von wechselseitigem Verständnis soll die Basis dafür bieten, dass sich Zugewanderte in der Region wohlfühlen und niederlassen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft der Arbeitsplatz- und Wohnraumvergabe an Geflüchtete, die ebenfalls durch die geplanten Maßnahmen gesteigert werden soll. Für die Kommune und die Region bedeutet das einen bedeutenden Bevölkerungszuwachs, sodass der Erhalt von Infrastruktur (Kindertagesstätten, Schulen, Gewerbe, …) ermöglicht und erstrebenswert wird.

Birgit Kömpel MdB, Abgeordnete des Deutschen Bundestages, bekundete gestern in ihrem Grußwort ihre persönliche Freude darüber, dass das Projekt nun realisiert werde. So war diese in vielen ihrer vergangenen Amtshandlungen immer für die Ziele, die „Z.I.E.L. Michaelshof“ verfolgt, eingetreten. „Ich denke, dass im ländlichen Raum die Integration einfacher ist. Bisher läuft diese auf dem Michaelshof ja ganz gut.“ Abschließend dankte sie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie all jenen, die sich bei Z.I.E.L. Michaelshof eingebracht haben.

„Wichtig, vor Ort, Angebote, wie sie das Projekt ‚Z.I.E.L. – Michaelshof‘ bereithält, zu schaffen“, diese Meinung vertrat am gestrigen Montagnachmittag Hubert Blum, Bürgermeister der Gemeinde Hilders. „Derzeit sind in Hilders noch über 100 Geflüchtete untergebracht – von daher passt das mit dem Begegnungszentrum auf dem Michaelshof ja schon einmal ganz gut. Ein solches Projekt, wie dieses, lebt vom Miteinander und dem Engagement vieler. Wichtig ist, dass bei der Inklusion der Ländliche Raum, in diesem man ja oft das Gefühl hegt, abgehängt worden zu sein, nicht vergessen wird. Ein Begegnungszentrum, wie hier auf dem Michaelshof, ist daher beispielhaft.“

Nicolette Salmann vom Zentrum für Inklusion und Entwicklung im Ländlichen Raum des DRK Kreisverband Fulda e.V. verdeutlichte gestern, wie Inklusion auf dem Michaelshof neu definiert wird. Mit Z.I.E.L. sollen den Menschen ihr Heimatgefühl sowie ihre Kultur nicht genommen werden, vielmehr soll es darum gehen, die Stärken und Talente jedes einzelnen zu entdecken und zu fördern wissen. „Die Rhön ist schön, dabei bietet so aber noch so viel mehr als nur die Schönheiten ihrer Natur…“ +++ Jessica Auth

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