Studie: Strompreiserhöhungen treffen Geringverdiener und Mieter

Die Studie basiert vor allem auf Daten des German Residential Energy Consumption Survey

Stromzähler

Strompreiserhöhungen, wie sie im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg diskutiert werden, treffen laut einer aktuellen Studie vor allem Geringverdiener und Mieter hart. Eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, zeigt, dass Haushalte mit geringem Einkommen und Mieter ihren Stromkonsum kaum an steigende Preise anpassen können. Höhere Strompreise wirkten sich bei ihnen damit voll aus.

Bei Haushalten mit hohem Einkommen sowie bei Hausbesitzern führten höhere Strompreise dagegen zu einem signifikant niedrigeren Verbrauch, so die RWI-Forscher. Diese Haushalte hätten die finanziellen Möglichkeiten und Anreize sparsamere Geräte zu nutzen und in Energieeffizienz zu investieren, etwa in Umbaumaßnahmen an Häusern oder Wohnungen oder in sparsamere neue Haushaltsgeräte. Ähnliche Unterschiede ließen sich auch zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern feststellen: Während unter Akademikern ein Anstieg des Strompreises zu einem signifikant niedrigeren Verbrauch führe, sei dieser Effekt bei Nicht-Akademikern nicht festzustellen, heißt es in der Studie, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Die Studie basiert vor allem auf Daten des German Residential Energy Consumption Survey (GRECS) des Bundeswirtschaftsministeriums für die Jahre 2006 bis 2014. Die Befunde decken sich nach Aussage der Wissenschaftler mit den Ergebnissen früherer RWI-Studien, die zeigen, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen besonders durch die EEG-Umlage belastet sind und zugleich weniger von Einnahmen durch Investitionen in erneuerbare Energien profitieren. +++

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