Stadtwerke Schlüchtern warnen vor hohem Wasserverbrauch: Förderanlagen stoßen an ihre Grenzen

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Die anhaltend hohen Temperaturen lassen den Wasserverbrauch in Schlüchtern innerhalb kurzer Zeit deutlich steigen. Die Stadtwerke Schlüchtern rufen deshalb zu einem bewussteren Umgang mit Trinkwasser auf. Der Grundwasserspiegel und die Trinkwasserversorgung seien aktuell nicht gefährdet, betonen die Stadtwerke. Allerdings setzten insbesondere die hohen Entnahmen während der Nachtstunden den Förderanlagen und den Verteilnetzen erheblich zu. Die Bevölkerung solle deshalb frühzeitig sensibilisiert werden – ausdrücklich ohne Anlass für eine Dramatisierung.

„Der Wasserverbrauch ist wegen der extremen Temperaturen innerhalb kürzester Zeit stark gestiegen. Zu diesem erhöhten Tagesbedarf kommt derzeit allerdings auch noch eine übermäßige Entnahme in der Nacht hinzu“, sagt Bernd Kirchhof, Leiter der Stadtwerke Schlüchtern. Gerade die Nachtstunden spielen für die Wasserversorgung eine wichtige Rolle. Normalerweise werden die Hochbehälter in dieser Zeit wieder aufgefüllt, damit die gespeicherten Wassermengen für den folgenden Tagesbedarf zur Verfügung stehen. Derzeit gelingt das wegen der ungewöhnlich hohen Entnahmen jedoch nicht wie gewohnt.

Die Situation zeigt sich damit weniger an einer akuten Gefährdung der Trinkwasserversorgung als vielmehr an der Belastungsgrenze der technischen Infrastruktur. Förderanlagen und Verteilnetze müssen derzeit deutlich mehr leisten als unter normalen Bedingungen. Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller verweist deshalb darauf, dass der Verbrauch zumindest vorübergehend zurückgenommen werden sollte.

„Die Förderanlagen und Verteilnetze sind aktuell so stark gefordert, dass sie an ihre Grenzen stoßen. Deshalb sollte der Verbrauch zumindest kurzfristig zurückgeschraubt werden“, sagt Möller. Zugleich legt der Bürgermeister Wert darauf, die Situation nicht unnötig zu verschärfen. „Wir wollen es nicht dramatisieren, denn noch ist alles gut. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger lediglich rechtzeitig sensibilisieren“, betont er.

Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Wasserverbrauch, der sich bei hohen Temperaturen besonders schnell erhöhen kann, ohne dass er für die unmittelbare Versorgung notwendig wäre. Dazu gehört die Bewässerung von Gärten und Rasenflächen ebenso wie das Befüllen oder Nachfüllen von Pools und Planschbecken. Auch die Bewässerung von Sportanlagen trägt zu den derzeit hohen Entnahmemengen bei.

Für die Stadtwerke geht es deshalb darum, die Belastung des Systems in den kommenden Wochen möglichst gering zu halten. Jede nicht zwingend erforderliche Entnahme kann dazu beitragen, die Förderanlagen und die Netze zu entlasten. Gerade während der heißen Wetterperiode könne damit verhindert werden, dass aus einer derzeit noch beherrschbaren Belastung eine ernsthafte Herausforderung für die Wasserversorgung entsteht.

Bernd Kirchhof appelliert deshalb an die Bevölkerung, den eigenen Wasserverbrauch kritisch zu prüfen und vorübergehend auf nicht notwendige Entnahmen zu verzichten. „Lassen Sie uns gemeinsam Wasser sparen und in den nächsten Wochen das reduzieren, was nicht zwingend erforderlich ist. Jede Einsparung hilft, das System zu entlasten und damit gar nicht erst in Gefahr zu bringen“, sagt der Leiter der Stadtwerke Schlüchtern.

Noch besteht nach Angaben der Stadtwerke kein Grund zur Sorge um den Grundwasserspiegel oder die Trinkwasserversorgung. Doch die ungewöhnlich hohen Temperaturen machen sich bereits deutlich im Verbrauch bemerkbar. Vor allem die Entnahmen in den Nachtstunden erschweren derzeit die normalerweise wichtige Wiederbefüllung der Hochbehälter. Die Stadtwerke setzen daher auf einen bewussten und vorübergehend zurückhaltenden Umgang mit Wasser, damit die vorhandenen Kapazitäten auch bei anhaltender Hitze ausreichend Spielraum behalten. +++


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