Stadt Fulda feiert Richtfest für die Kita Miteinander und investiert 7,5 Millionen Euro

Richtspruch. Foto: Stadt

Passanten in der Mainstraße und der Kohlhäuser Straße im Fuldaer Südend konnten in den vergangenen Wochen beobachten, wie das Gebäude schrittweise Form annimmt. Nun ist am Erweiterungsbau der Kita Miteinander im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner, Stadtbaurat Daniel Schreiner sowie zahlreichen am Bau Beteiligten und Gremienmitgliedern das Richtfest gefeiert worden. Als angepeilter Eröffnungstermin gilt der 11. November 2027. Parallel dazu laufen in der unmittelbaren Nachbarschaft die Arbeiten an der Erweiterung und Modernisierung der Sturmiusschule.

Für die Investition in die jüngsten Bürgerinnen und Bürger nimmt die Stadt Fulda rund 7,5 Millionen Euro in die Hand. Diese Summe spiegelt nicht zuletzt die Kostensteigerungen der vergangenen Jahre wider. Zum Vergleich kostete die Umwandlung des damaligen Hauptschulzweigs der Sturmiusschule in eine Kita vor gerade einmal 13 Jahren 350.000 Euro. Die Gebäudesubstanz, die noch überwiegend aus den 1950er und 1960er Jahren stammte, war jedoch in die Jahre gekommen, sodass für die Kita eine umfassende Sanierung und zum Teil ein Neubau erforderlich wurden.

Gleichzeitig ermöglicht das großflächig geplante Bauvorhaben eine komplette Neuordnung des Areals, das neben Kita und Schule auch die Turnhalle und den Sportplatz umfasst. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die Kita Miteinander künftig einen neuen Haupteingang und eine neue Adresse erhält: Aus der Kohlhäuser Straße 26 wird die Mainstraße 8. Der neue Zuschnitt der Gebäude und Freiflächen bewirkt zudem, dass die Kinder künftig in den Außenbereichen und Spielhöfen der Kita vom Straßenlärm der vielbefahrenen Mainstraße und Kohlhäuser Straße abgeschirmt sind.

Als die Kita Miteinander im Jahr 2013 als Reaktion auf den steigenden Betreuungsbedarf im Quartier geschaffen wurde, startete sie zunächst mit 12 Kindern im U3-Bereich. Bald kam eine zweite U3-Gruppe im Erdgeschoss dazu und 2018 folgte eine Ü3-Gruppe im Dachgeschoss des Altbaus. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld würdigte beim Richtfest den Pioniergeist des Teams um Kita-Leiterin Kerstin Kupfer, dem es gelungen sei, die Kita fest im Bewusstsein der Menschen im Quartier zu verankern. Die Erweiterung an dieser Stelle sei sinnvoll, da das Südend nach wie vor zu den kinderreichsten Stadtbezirken gehöre. Der Oberbürgermeister bedankte sich auch bei den Kindern, Eltern und dem Kita-Team für die Geduld während der Bauphase, die einen kompletten Umzug der Kita ins Münsterfeld noch bis Herbst 2027 erforderlich macht. Nach der Fertigstellung des Baus an der Mainstraße sollen in der erweiterten Kita Miteinander sechs Gruppen – drei Ü3- und drei U3-Gruppen – installiert und bis zu 111 Kinder betreut werden. Dabei wird die Kita ein teiloffenes Konzept verfolgen, bei dem die starre Trennung nach Gruppen mehr und mehr aufgegeben wird und stärker auf die speziellen Neigungen der Kinder eingegangen wird, wofür beispielsweise ein eigener Raum für Werken, Basteln und Malen vorgesehen ist. Die ehemalige Ü3-Gruppe im Dachgeschoss wird zu einem Bistro mit Kinderküche umgenutzt, das über einen Speiseaufzug aus der Küche im Erdgeschoss bedient wird. Zudem sind unter anderem Sanitärräume, Aktions- und Differenzierungsräume sowie Büro- und Technikräume eingeplant, und das gesamte Gebäude ist beim Thema Barrierefreiheit auf dem neuesten Stand.

Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte schließt in L-Form östlich an das Bestandsgebäude aus den 1950er Jahren an. Der Erweiterungsbau wurde in wesentlichen Teilen in vorgefertigter Holzrahmenbauweise errichtet, was die schnellen optischen Baufortschritte der vergangenen Wochen erklärt, und soll sich mit dem Bestandsgebäude zu einer harmonischen Einheit fügen. Die Fassade erhält als Witterungsschutz eine Holzverschalung mit einer hellen Lasur, während die Satteldächer mit Ziegeln eingedeckt werden. Die Brutto-Geschossfläche von Bestand und Erweiterung beträgt nach der Fertigstellung insgesamt rund 2370 Quadratmeter.

Bevor Alexander Krah als Vertreter des Holzbau-Unternehmens Ernst den traditionellen Richtspruch vom Dach des Neubaus vortrug, lobten Stadtbaurat Daniel Schreiner und Architekt Max Reith das gute Miteinander der verschiedenen Unternehmen, der Planer sowie der Bauverwaltung. Architekt Reith verglich den reibungslosen Ablauf dabei mit dem Zusammenspiel eines eingespielten Radrennteams. +++


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