Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Ruhrgebiet erhöhen den Druck auf die eigene Partei- und Fraktionsführung. Nach einem Bericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ erwarten sie insbesondere von den Spitzenvertretern der Partei und der Bundestagsfraktion mehr Führung.
Der Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Revier, Markus Töns, sagte der Zeitung, dies betreffe sowohl die inhaltliche Ausrichtung als auch die Kommunikation mit CDU/CSU und den Medien. Diskussionen seien in jedem Ortsverein und auch in jeder Ratsfraktion ein notwendiger Bestandteil der demokratischen Willensbildung. Am Ende müsse es jedoch Aufgabe der Vorsitzenden sein, die Ergebnisse dieses Prozesses kraft ihres Amtes entschlossen zu vertreten und durchzusetzen, erklärte Töns. Eine Personaldebatte wollen die Revier-Abgeordneten nach eigenen Angaben jedoch nicht anstoßen.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hendrik Bollmann betonte mit Blick auf die Arbeit der Bundesregierung: „Diese Bundesregierung gewinnt entweder gemeinsam, oder sie verliert gemeinsam. Die Annahme, dass eine Seite besser aussehen könnte als die anderen, ist falsch.“
Auch sein Fraktionskollege Sebastian Fiedler mahnte zu Geschlossenheit. „Der Gegner in diesem Staat ist nicht die Union, sondern die AfD“, sagte er. +++

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