Nach fast 45 Jahren bei der Sparkasse Fulda endet Ende Juli die berufliche Laufbahn von Harald Zentgraf. Der langjährige Leiter des Kreditbereichs und seit 2010 stellvertretendes Vorstandsmitglied geht in den Ruhestand. Mit seinem Abschied verliert das Geldinstitut einen Mitarbeiter, der über Jahrzehnte die Entwicklung des Kreditgeschäfts maßgeblich begleitet und die Umsetzung neuer aufsichtsrechtlicher Anforderungen mitgestaltet hat.
Bei der Verabschiedung würdigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Horst Habermehl den 64-Jährigen als eine Persönlichkeit, die das Kreditgeschäft der Sparkasse mit ihren privaten und gewerblichen Kunden entscheidend geprägt habe. Zentgraf habe dem Bereich verlässliche Leitplanken gegeben – „so stabil wie nötig, so flexibel wie möglich“ – und dabei strategisches Denken mit exzellentem Fachwissen verbunden. Gerade seit Ende der 1990er-Jahre seien die regulatorischen Anforderungen im Kreditgeschäft kontinuierlich gestiegen. Dass die Sparkasse Fulda dennoch bis heute ein verlässlicher Finanzierungspartner insbesondere für den regionalen Mittelstand geblieben sei, habe Zentgraf nach Kräften mit ermöglicht.
Der gebürtige Bachrainer begann seine Laufbahn im August 1981 mit einer Ausbildung bei der damaligen Kreissparkasse Fulda. Nach ersten Stationen im Filialgeschäft spezialisierte er sich früh auf das Kreditwesen. Bereits 1990 übernahm er die Verantwortung für Grundsatzfragen des Kreditgeschäfts. Darüber hinaus leitete er das Vorstandssekretariat und gehörte 1997 und 1998 zu den zentralen Organisatoren der Fusion der Kreissparkasse Fulda mit der damaligen Städtischen Sparkasse und Landesleihbank Fulda.
Habermehl hob zudem Zentgrafs persönliche Eigenschaften hervor. Von seiner Zuverlässigkeit, seiner Ruhe, seiner Übersicht und seinem Orientierungssinn habe die Sparkasse über viele Jahre profitiert. Die Berufung zum stellvertretenden Vorstandsmitglied im Februar 2010 sei deshalb ein folgerichtiger Schritt gewesen.
Auch außerhalb seines Berufs engagiert sich Zentgraf seit vielen Jahren ehrenamtlich. Der verheiratete zweifache Familienvater wirkt bis heute in den Gremien der Pfarrei St. Flora mit und gilt als treuer Anhänger der Bachrainer Fastnacht. In der Kampagne 1996/97 stand er dort als „Prinz Harald von der Bachrainer Wallstreet“ im Mittelpunkt.
Die Leitung der Abteilung Markfolge Kredit übernimmt künftig Michael Kimpel. Der 54-jährige Burghauner begann ebenfalls seine berufliche Laufbahn bei der damaligen Kreissparkasse Fulda und war über mehrere Jahre Stellvertreter in dem Bereich. Nach Angaben der Sparkasse ist er damit auf seine neue Aufgabe vorbereitet. +++
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