Landkreis Fulda wirbt für richtige Mülltrennung: Bio-Tonne spart Kosten und schont Ressourcen

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Der Zweckverband Abfallsammlung für den Landkreis Fulda erinnert an die Bedeutung der Bio-Tonne für eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Die getrennte Sammlung organischer Abfälle leiste nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern helfe auch dabei, unnötige Entsorgungskosten für Restmüll zu vermeiden.

Im Landkreis Fulda gehört die Bio-Tonne bereits seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der Abfallwirtschaft – und das schon lange vor der gesetzlichen Verpflichtung zur getrennten Sammlung organischer Abfälle. Jährlich werden in Stadt und Landkreis Fulda rund 20.000 Tonnen Bioabfälle erfasst. Nach den gesetzlichen Vorgaben sind Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, organische Abfälle getrennt zu sammeln, sofern sie diese nicht auf dem eigenen Kompost verwerten. Zu den Bioabfällen zählen insbesondere pflanzliche Küchenabfälle wie Kaffeesatz oder Lebensmittelreste.

Nach Angaben des Zweckverbandes verfügen derzeit rund 80 Prozent aller Haushalte über eine Bio-Tonne. Die übrigen Haushalte hatten ihre Bio-Tonne vor Jahren abgemeldet, weil sie ihre Bioabfälle selbst kompostierten. Inzwischen hätten jedoch zahlreiche Haushalte die Eigenkompostierung aufgegeben, ohne erneut eine Bio-Tonne anzumelden. Zudem würden viele organische Abfälle aus Sorge vor Unkraut oder Schädlingen nicht auf dem eigenen Kompost entsorgt und stattdessen über die Restmülltonne beseitigt.

Dadurch gelangen weiterhin erhebliche Mengen organischer Abfälle in den Restmüll. Das verursache nicht nur höhere Entsorgungskosten, sondern führe auch dazu, dass wertvolle Nährstoffe und Energiepotenziale verloren gingen. Nach Angaben des Zweckverbandes könnten diese Stoffe stattdessen zur Herstellung von umweltfreundlichem Dünger und erneuerbarer Energie genutzt werden. Die Entsorgung über den Restmüll werde zudem durch die CO₂-Bepreisung zunehmend teurer.

Die gesammelten Bioabfälle aus Stadt und Landkreis Fulda werden bei der Biothan GmbH verwertet. Dort entstehen aus organischen Reststoffen Biomethan und Dünger. Dadurch müssen weder landwirtschaftliche Flächen noch Wasser oder Energie für den Anbau von Energiepflanzen wie Mais eingesetzt werden. Gleichzeitig trage das Verfahren dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Gasimporten zu verringern.

Der Zweckverband appelliert deshalb an alle Haushalte, Bioabfälle konsequent über die Bio-Tonne zu entsorgen und Grünabfälle an Wertstoffhöfen oder den vorgesehenen Sammelstellen abzugeben. Auch für Haushalte mit eigenem Kompost könne die Bio-Tonne eine sinnvolle Ergänzung sein. Wer Bioabfälle über den Restmüll entsorgt, riskiere im Einzelfall, dass die Restmülltonne nicht geleert wird. Zudem könnten Bußgelder verhängt werden. Nach Angaben des Zweckverbandes lässt sich eine Bio-Tonne in vielen Fällen ohne zusätzliche Gebühren oder durch eine Anpassung der Abfuhrintervalle der vorhandenen Müllgefäße integrieren. +++


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