Fulda bekommt mehr elektrische Kraft auf die Straße. Sechs neue Elektrobusse der RhönEnergie Verkehrsbetriebe sind ab sofort im Stadtverkehr unterwegs und markieren den nächsten Schritt beim Umbau des öffentlichen Nahverkehrs. Mit den neuen Fahrzeugen wächst die Zahl der emissionsfreien Busse in Fulda von bislang sieben auf nun 13. Damit hat sich die Elektroflotte nahezu verdoppelt. Und der Ausbau ist damit längst nicht abgeschlossen: Weitere 17 Elektrobusse sind bereits bestellt. Werden sie wie geplant im Sommer 2027 ausgeliefert, werden insgesamt 30 Elektrobusse für die RhönEnergie Verkehrsbetriebe im Einsatz sein.
Die neuen Fahrzeuge sollen im Fuldaer Stadtverkehr vor allem eines leisten: Menschen zuverlässig und komfortabel durch die Stadt zu bringen und dabei deutlich leiser und sauberer unterwegs zu sein. Für die RhönEnergie ist die Elektromobilität deshalb längst kein Versuchsfeld mehr, sondern Bestandteil einer langfristig angelegten Strategie für den öffentlichen Nahverkehr in Osthessen. „Mit den sechs neuen Elektrobussen setzen wir unseren Weg zu einer modernen und nachhaltigen Mobilität konsequent fort. Wir investieren in einen leistungsfähigen ÖPNV, der klimafreundlich, leise und zukunftssicher ist“, sagte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe, bei der Inbetriebnahme der Fahrzeuge.
Für die Anschaffung der sechs jetzt in Betrieb genommenen Busse konnte die RhönEnergie auf eine erhebliche öffentliche Förderung zurückgreifen. Insgesamt flossen 1,63 Millionen Euro an Fördermitteln des Bundes und der Europäischen Union in das Projekt. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ des Bundesministeriums für Verkehr. Die Mittel dieser Maßnahme werden zugleich über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan und die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Koordiniert wird die Förderrichtlinie von der NOW GmbH, umgesetzt wird sie durch den Projektträger Jülich.
Auch die Stadt Fulda sieht in der Entwicklung der Elektroflotte einen wichtigen Schritt für den öffentlichen Nahverkehr. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld lobte die Zusammenarbeit mit der RhönEnergie und verwies auf die Auswirkungen, die der Einsatz der neuen Fahrzeuge nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch unmittelbar im Stadtbild haben kann. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der RhönEnergie diesen wichtigen Schritt nach vorn gehen. Die neuen Elektrobusse sind gut für den Klimaschutz, gut für die Lebensqualität der Anwohner und bringen uns in der Region voran. Sie zeigen, dass Klimaschutz und ein attraktiver ÖPNV Hand in Hand gehen“, erklärte Wingenfeld.
Wer künftig in einem der neuen Busse Platz nimmt, soll dabei nicht nur vom leiseren Antrieb profitieren. Die Fahrzeuge sind mit einer Klimaanlage ausgestattet und verfügen über moderne Assistenzsysteme, die den Fahrer im Straßenverkehr unterstützen und damit zusätzliche Sicherheit schaffen sollen. Dazu gehören ein Kollisionswarner, ein Abbiegeassistent, eine Verkehrszeichenerkennung und ein Aufmerksamkeitswarner. Auch der Reifendruck wird überwacht. Damit verbinden die neuen Fahrzeuge den Wechsel des Antriebssystems mit einer modernen technischen Ausstattung.
Für die RhönEnergie Verkehrsbetriebe ist der aktuelle Schritt zugleich Teil einer Entwicklung, die in Fulda bereits vor fast acht Jahren begonnen hat. Im Oktober 2018 ging in der Stadt Hessens erster Elektrobus in den Linienbetrieb. Was damals noch den Charakter eines Vorreiters hatte, ist inzwischen ein wesentlicher Bestandteil der Flottenplanung geworden. Mit den sechs neuen Fahrzeugen sind nun 13 Elektrobusse im Einsatz. Weitere 17 Fahrzeuge sollen folgen.
Von diesen bereits bestellten Bussen sind zwölf für den Stadtbusverkehr in Fulda vorgesehen. Fünf weitere sollen künftig im Main-Kinzig-Kreis eingesetzt werden. Die Auslieferung der zusätzlichen Fahrzeuge ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Dann würde die Zahl der Elektrobusse bei den RhönEnergie Verkehrsbetrieben auf insgesamt 30 steigen. Die Entwicklung beschränkt sich damit nicht auf Fulda, sondern reicht über die Stadtgrenzen hinaus in die Region.
Technisch handelt es sich bei den sechs neuen Fahrzeugen um Busse des Typs MAN Lion’s City 12 E. Jeder Bus bietet 30 Sitzplätze und 49 Stehplätze. Auf dem Dach befinden sich fünf Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von 445 Kilowattstunden. Unter günstigen Bedingungen können die Fahrzeuge damit eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern erreichen. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit einer Leistung von bis zu 240 Kilowatt, was 326 PS entspricht.
Auch beim Gewicht unterscheiden sich die Busse nicht grundsätzlich von anderen Fahrzeugen dieser Größenklasse. Das Leergewicht liegt bei knapp 14 Tonnen, das zulässige Gesamtgewicht bei 19,5 Tonnen. Während die Technik unter dem Blech und auf dem Dach einen erheblichen Teil der Aufmerksamkeit auf sich zieht, bleibt für die Fahrgäste vor allem das unmittelbare Fahrerlebnis: weniger Motorengeräusch, moderne Ausstattung und ein Bus, der seine Energie nicht mehr aus einem klassischen Verbrennungsmotor bezieht.
Mit der Inbetriebnahme der sechs Fahrzeuge setzt die RhönEnergie damit einen Weg fort, den sie bereits 2018 eingeschlagen hat. Aus dem ersten Elektrobus im Fuldaer Linienverkehr ist inzwischen eine wachsende Flotte geworden. Wenn die 17 bereits bestellten Fahrzeuge im Sommer 2027 hinzukommen, wird sich die Zahl der Elektrobusse noch einmal deutlich erhöhen. Für den öffentlichen Nahverkehr in Fulda und der Region bedeutet das einen weiteren Schritt hin zu einer Flotte, in der elektrische Antriebe zunehmend zum normalen Straßenbild gehören. +++
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