Kommunen wollen nationalen Kraftakt für Wasserversorgung

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat angesichts zunehmender Hitze einen „nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung“ in den Kommunen gefordert.

„Bereits jetzt ist die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen“, sagte DStGB-Präsident Ralph Spiegler der „Rheinischen Post“. Deutschland müsse Wasser daher künftig als strategische Ressource begreifen.

Für die Kommunen sei klar, dass die Versorgung mit Trinkwasser Vorrang habe. „Gleichzeitig müssen wir uns auf Zeiten einstellen, in denen Wasser nicht mehr in unbegrenzter Menge verfügbar sein könnte“, so Spiegler.

Die wirtschaftlichen Folgen der Hitze- und Dürreperioden seien längst Realität. Niedrigwasser bremse die Schifffahrt, Wasserknappheit belaste Landwirtschaft, Industrie und Energieversorgung. Zudem koste jeder Hitzetag die Wirtschaft Studien zufolge zwischen 430 und 984 Millionen Euro aufgrund von sinkender Produktivität. Das gefährde Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, warnte Spiegler.

„Diese Aufgaben können Städte und Gemeinden nicht allein schultern. Deshalb brauchen wir eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz und damit eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder“, forderte der Präsident des Städte- und Gemeindebunds.

Hitzewellen und Dürren werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden. +++


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1 Kommentar

  1. Eines sollte bei der aktuellen Trockenheit nicht vergessen werden: es ist noch gar nicht so lange her, da forderten Einige, dass man doch bitte die verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland weiterlaufen lassen sollte. Hätte man dieser Forderung damals statt gegeben, dann hätten wir jetzt ein noch viel größeres Problem, wie man derzeit an Ländern wie Ungarn oder Rumänien sehen kann: denn für die Kühlung von AKW´s ist derzeit einfach nicht genug Wasser da! Fatal an der jetzigen Situation: wir haben derzeit oft zuviel Strom aus Photovoltaik oder Windkraft. Die Ungarn oder die Rumänen könnten diesen alternativen Strom jetzt gut gebrauchen. Nur geht das nicht, da es immer noch kein gesamteuropäisches Stromverbundsystem gibt. Oder irre ich mich da? Und die Bundesregierung sollte ihre fossilfreundliche Politik schleunigst überdenken. Bevor uns allen die Luft ausgeht!

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