Schutz der Natur: Appell an Winterfreunde

Hinweis auf Sperrungen

Aus aktuellem Anlass appellieren die Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen an die Vernunft der Erholungssuchenden, von Besuchen in der Rhön derzeit möglichst abzusehen. Der Besucherandrang im Biosphärenreservat ist jedes Jahr mit einsetzendem Schneefall groß. Nicht nur Einheimische, sondern Menschen aus ganz Deutschland lockt es in die schöne Winterlandschaft des Mittelgebirges Rhön.

Der Wunsch nach Erholung in der Natur ist aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie noch einmal spürbar gewachsen. In den vergangenen Tagen hat das stellenweise zu massivem Besucherandrang und Verkehrschaos geführt. Vielerorts wurden die markierten Loipen beziehungsweise die ausgewiesenen Wanderwege verlassen. Das ist in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten, in den Kern- und zum Teil Pflegezonen ausdrücklich untersagt und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Störungen durch Wanderer, Skiläufer und insbesondere auch Schneeschuhwanderer haben derzeit besonders verheerende Folgen – und das auch außerhalb der Schutzgebiete.

Viele Tiere, unter ihnen auch seltene Fledermausarten, halten derzeit Winterschlaf. Andere wie beispielsweise Dachs und Eichhörnchen befinden sich in Winterruhe. Werden Winterschläfer öfter gestört, kann dies tödlich für sie sein, denn das Hochfahren der Körperfunktionen kostet zusätzlich Energie, die sie über Nahrung aufnehmen müssten. Die dichte Schneedecke macht es auch für nicht winterschlafende bzw. -ruhende Säugetiere und Vögel schwierig, an Nahrung zu gelangen. Zudem bietet die karge weiße Schneelandschaft kaum Deckung. Jede – auch durch touristische Störung verursachte – Flucht zehrt zusätzlich an den Energiereserven und lockt Feinde auf die Spur. Zum Schutz der einzigartigen Rhöner Natur unterstützen die Verwaltungen daher die Appelle der Kommunen, auf Besuche im UNESCO-Biosphärenreservat zu verzichten, bis sich die Situation entspannt hat.

Aktuelle Hinweise zu Sperrungen

Im Landkreis Fulda bleiben am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Januar, jeweils zwischen 9 und 16 Uhr, folgende Parkplätze gesperrt: P1 bis P5 auf der Wasserkuppe an der L3068 zwischen Fuldaquelle und Kreisel Richtung Abtsroda, Märchenwiese Talstation, Zuckerfeld, Abtsroda, Schwedenwall, Rotes Moor, Guckaisee, Grabenhöfchen sowie die beiden öffentlichen Parkplätze am Simmelsberg, im Bereich der Berghütte Simmelsberg/Talstation Skilift Skiclub Hanau. Die Hochrhönstraße ist seit Mittwoch, 6. Januar, aufgrund der winterlichen Verhältnisse zwischen der Zufahrt Holzberghof und dem Dreiländereck bis auf Weiteres gesperrt. Auh der Parkplatz Rhönwald (Loipenparkplatz an der Landesgrenze zu Frankenheim in Thüringen) ist gesperrt. Weiter ist der Bohlensteg und der Aussichtsturm im Schwarzen Moor gesperrt. +++

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

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