Schick: „Politisch und weltkirchlich dafür sorgen, dass niemand mehr flüchten muss“

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Fulda. Am zweiten Tag der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät zu Fulda, dominierte das Thema der aktuellen Flüchtlingsproblematik in Deutschland. In diesem Kontext wurden von dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, dem Vorsitzenden der Caritas-Kommission, Kardinal Maria Woelki, dem Vorsitzenden der Migrationskommission, Bischof Norbert Trelle sowie dem Vorsitzenden der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, das Engagement der Kirche und die damit korrelierenden - sich für die Kirche ergebenen - Herausforderungen erörtert.

Kardinal Reinhard MarxWie Kardinal Marx heute bekundete, sei es selbstverständlich, dass sich die noch bis zum 24. September in Fulda tagende Bischofskonferenz mit der Flüchtlingskrise und der damit einhergehenden Hilfe für Flüchtlinge befasse. „Bei unserem gestrigen Gesprächen - diese wir mit Fachleuten geführt haben - fielen nicht etwa grundsätzliche Fragen, wie die der Flüchtlings- und Migrationspolitik besonders ins Gewicht; Vielmehr ging es um die konkreten Probleme, wie etwa: Wie können Kommunen Wohnraum bereitstellen oder wie überwindet man Engpässe in der Erstversorgung der Flüchtlinge, diese sich aus dem großen Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland ergeben“, so Kardinal Reinhard Marx.

Des Weiteren sollen die verschiedenen Aktivitäten, die mit der Flüchtlingssituation einhergehen, künftig durch einen Arbeitsstab (Durch einen Sonderbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz) koordiniert werden. Übernommen werden soll diese Aufgabe von Erzbischof Stefan Heße von Hamburg. Heße wird Ansprechpartner und Koordinator für bistumsübergreifende Fragen zur Flüchtlingshilfe sein. Wichtig war es dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz heute außerdem, sich im Pressestatement bei allen Helfern, die mit ihrer Hilfeleistung und ihrem Engagement entscheidend dazu beitrugen, dass die Erstversorgung der Flüchtlinge und deren Unterbringung, so gut funktioniert habe. Dieses Engagement für Andere, habe nach Marx mit dazu beigetragen, dass sich eine Gemeinde verändert habe.

Kardinal WoelkiKardinal Woelki forderte, dass wir bei einer Kultur des Willkommens nicht stehen bleiben dürfen. Sicher würde eine solche Kultur – mit Blick auf die Sozialsysteme - Deutschland verändern. Wir müssen uns selbst auch fragen, inwieweit wir bereit sind, eine solche Kultur zuzulassen. Der Angst könne man sich nach Woelki nur stellen, in dem man über diese, in Dialogen spräche. „Sicher wird in diesem Zusammenhang der ‚Soziale Nährboden der Toleranz‘ auf eine harte Probe gestellt - wir müssen uns aber dennoch, noch deutlicher gegenüber zu denen positionieren, die von „rechts kommen“, so der Vorsitzende der Caritas-Kommission. „Für uns aber gilt weiter - das Wort Jesu: Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“, so Woelkis Schlussworte.

Bischof Norbert TelleDer Vorsitzende der Migrationskommission, Bischof Norbert Telle betonte heute, dass jeder, der zu uns kommt, menschenwürdig behandelt werden müsse. Er sieht in Deutschland gute Voraussetzungen, diese Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. „Wir müssen unseren Blick nicht nur auf die Weltkirche, sondern auch auf die ganze Welt richten; Zudem darauf aufmerksam machen, was als Kirche unsere Aufgaben sind.

Erzbischof Dr. Ludwig SchickWir müssen als Weltkirche alles daran setzen, dass niemand mehr flüchten muss und das Menschenrechte in fernen Ländern eingehalten werden“, so der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick. +++ fuldainfo | jessica auth

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