Autofahrer sollten in der kommenden Woche besonders auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen achten. Vom 3. bis 9. August 2026 organisiert der europäische Verkehrspolizeiverband ROADPOL bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die sogenannte Speedweek. Anders als bei der ersten Aktionswoche im April wird es diesmal keinen zentralen Schwerpunkttag des sogenannten Blitzermarathons geben.
Dennoch müssen Verkehrsteilnehmer während der gesamten Woche mit einer deutlich erhöhten Zahl stationärer und mobiler Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Ziel der länderübergreifenden Aktion ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) unterstützt Maßnahmen, die nachweislich zu mehr Verkehrssicherheit beitragen, bewertet die Aktionswoche jedoch mit gemischten Gefühlen.
Kontrolliert wird insbesondere auf Autobahnen, Landstraßen sowie an bekannten Unfallschwerpunkten, in Baustellenbereichen und im Umfeld von Schulen und Kindergärten. In Deutschland beteiligen sich Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen an der Speedweek.
Bayern, das Saarland und Sachsen nehmen hingegen nicht an der Kontrollwoche teil. Sachsen setzt den Schwerpunkt erst mit Beginn des neuen Schuljahres auf eigene Verkehrssicherheitsaktionen. Das Saarland verweist auf seine ganzjährig hohe Kontrolldichte und sieht deshalb keinen Bedarf für eine zusätzliche Aktionswoche. Bayern beteiligt sich traditionell ebenfalls nicht an der ROADPOL-Initiative, führt aber unabhängig davon regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch. Verkehrsteilnehmer müssen deshalb auch in diesen Bundesländern jederzeit mit Tempomessungen rechnen.
Die Kontrollwoche findet zeitgleich in weiten Teilen Europas statt. Damit sollten auch Reisende, die in den Sommerurlaub ins benachbarte Ausland unterwegs sind, verstärkt auf Tempolimits achten. Nach Auffassung des AvD sind Geschwindigkeitskontrollen dort sinnvoll, wo sie einen nachweisbaren Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und auf besondere Gefahrenstellen aufmerksam machen. Kritisch bewertet der Automobilclub jedoch den Zeitpunkt der Aktion mitten in der Ferien- und Hauptreisezeit. Kontrollen sollten aus Sicht des AvD nicht den Eindruck erwecken, in erster Linie der Einnahmeerzielung zu dienen. Verkehrssicherheit entstehe durch nachvollziehbare Regeln, deren konsequente Durchsetzung und die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer. Die Speedweek könne dazu einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie den Fokus auf angepasstes und vorausschauendes Fahren richte und nicht allein auf das Risiko eines Bußgeldes. +++

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