Richard Ford hält Obama für einen der wichtigsten Präsidenten der USA

Clinton und Trump, nennt Ford "leicht gruselige Kandidaten"

New York. Der US-Schriftsteller Richard Ford hält Barack Obama für einen der wichtigsten Präsidenten, den die Vereinigten Staaten je hatten. „Dass er der erste, wie aus dem Nichts gekommene afroamerikanische Präsident war (und ein sehr guter), das wird von der Geschichte stets als seine große Errungenschaft und eine der großen Leistungen unseres Landes angesehen werden, und man wird davon einst im selben ehrfürchtigen Ton sprechen wie von der Abschaffung der Sklaverei oder von der Einführung des Wahlrechts für Frauen“, so Ford in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“.

Obamas mögliche Nachfolger, Hillary Clinton und Donald Trump, nennt Ford „leicht gruselige Kandidaten“. Die Reaktionen auf Obamas Präsidentschaft habe dieser wohl selbst vorausgesehen: „Wir haben eine wilde, derbe Ablehnung der Wahrheit erlebt“, so Ford. „Wir haben bösartige Verleumdungen unserer eigenen Bürgerschaft erlebt, eine gefährliche und zynische Aushöhlung unserer staatlichen Institutionen. Und wir haben miterleben müssen, wie unsere Integrität als Nation in der Welt infrage gestellt wurde.“ Trotz dieser „politischen Kernschmelze“ ist Ford froh, dass die Amerikaner Obama zum Präsidenten gemacht haben. „Durch sein Handeln, sein Vorbild aber hat Obama mir und vielen Amerikanern einen Grund gegeben, noch ein wenig länger an das riskante amerikanische Experiment zu glauben. Und als Schriftsteller weiß ich: Wenn wir etwas sagen können, kann es auch geschehen. Deshalb betrachte ich Obama als einen Anfang, nicht als ein Ende, und sage, dass ich fest daran glaube, das Gute wird kommen.“ +++

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