Rathaus in Hünfeld wird einen zweiten Haupteingang erhalten

Pläne für den Umbau in Hünfeld werden konkreter

Hünfeld. Das Hünfelder Rathaus wird nach den Plänen des Fuldaer Architekturbüros Staubach und Partner einen zweiten Haupteingang im rückwärtigen Bereich in der Rathausgasse erhalten. Wie Bürgermeister Stefan Schwenk dazu mitteilt, ist die geforderte Barrierefreiheit beim Zugang über den historischen Haupteingang an der Frontseite des Gebäudes sowohl technisch als auch denkmalpflegerisch nicht realisierbar. Deshalb sehe das Konzept des Architekturbüros Staubach und Partner vor, einen zweiten Haupteingang mit einem transparenten Glaskubus zu schaffen, der das historische Bild der rückwärtigen Fassade transparent sichtbar bleiben lässt.

Zu diesen Plänen liege mittlerweile auch die Zustimmung der Denkmalpflegebehörden vor, mit denen es im Vorfeld intensive Abstimmungen gegeben hatte. Über den zweiten Haupteingang in der Rathausgasse können künftig auch mobilitätseingeschränkte Menschen das Rathaus ebenerdig und barrierefrei erreichen. Durch den Glaskubus, der als Windfang geschaffen wird, können Besucher den gläsernen Aufzug im Treppenauge des Treppenhauses erreichen, der alle Geschossebenen des Hauses barrierefrei erschließen wird.

Die intensiven Untersuchungen der Bausubstanz, die in den letzten Wochen und Monaten vorgenommen wurden, haben nach Angaben des Bürgermeisters auch weitere Herausforderungen mit Blick auf den Brandschutz zutage gefördert. In enger Abstimmung mit den Bau- und Brandschutzbehörden beim Landkreis Fulda seien dazu mittlerweile Lösungsvorschläge entwickelt worden, die in die Planungen übernommen wurden. Weil gleichzeitig, entgegen der Konzeptstudie, auf ein zweites Fluchttreppenhaus und die transparente Brücke zum Nachbargebäude Mittelstraße 9 verzichtet werden könne, zeichneten sich bislang keine Kostenerhöhungen ab, obwohl weitaus tiefer in die innere Gebäudesubstanz eingegriffen werden müsse, um die Brandschutzanforderungen zu erfüllen. Das Rathaus sei nicht nur ein öffentliches Verwaltungsgebäude, sondern auch Veranstaltungsstätte und müsse daher erhöhte Anforderungen erfüllen.

Auch das bogenförmige bisherige Treppenhaus, das im Rahmen des Umbaus 1968 eingebaut worden war, kann nicht in der bisherigen Form verbleiben, da es sich aufgrund der im inneren Treppenlauf zu kurzen Trittstufen nicht als Fluchttreppe eignet. Stattdessen soll ein Podest-Treppenhaus mit geraden Treppenstufen eingebaut werden. Die Offenheit und Transparenz, so die Pläne der Architekten, solle sich aber durch den gläsernen Aufzug weitgehend erhalten. Das Treppenhaus hätte ohnehin erheblich verändert werden müssen, da im bestehenden Treppenauge der Platz nicht für die erforderliche Größe eines barrierefreien Personenaufzuges reicht. Wärmetauscher und technische Anlagen der Lüftungsanlage, die sich gegenwärtig im rückwärtigen Bereich des Rathauses befinden, werden nach den Plänen der Architekten in den Dachbereich verlegt. Angesichts des Umfangs der Bauarbeiten ist der vorübergehende Auszug der Verwaltung unausweichlich.

Umbaumaßnahmen wird es auch im benachbarten Haus Mittelstraße 9 geben, wo ebenerdig in dem früheren Ladenlokal das Bürgerbüro einziehen soll. In den Obergeschossen werden die Ordnungsbehörde, das Standesamt und die Finanzverwaltung untergebracht. In dem Gebäude gibt es bereits einen Aufzugsschacht, der allerdings gegenwärtig nur mit einem Lastenaufzug vom Erdgeschoss zum Kellergeschoss ausgestattet ist. In diesem Schacht soll ein Personenaufzug eingebaut werden, über den künftig alle Etagen barrierefrei erschlossen werden könnten. Weiterhin soll es an diesem Gebäude Verbesserungen beim Brandschutz und der Energieeffizienz sowie zusätzliche Belichtungsmöglichkeiten durch den Einbau von weiteren Fenstern geben, um dort die Raumqualität zu verbessern. Vorbereitende Maßnahmen für beide Bauprojekte werden nach den Worten des Bürgermeisters bereits in den Osterferien erfolgen. Insgesamt ist das Vorhaben mit rund 6,5 Millionen Euro veranschlagt. Dazu erhält die Stadt Hünfeld Fördermittel aus Investitionsprogrammen des Landes und des Bundes in Höhe von 1,5 Millionen Euro. +++ pm

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