„Postfaktisch“ ist Wort des Jahres 2016

Wiesbaden. Das Wort des Jahres 2016 ist „postfaktisch“. Das Kunstwort sei eine Lehnübertragung des amerikanisch-englischen „post truth“ und verweise darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen „heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht“, teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag mit. „Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen `die da oben` bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren“, heißt es in der Begründung. Nicht der Anspruch auf Wahrheit, „sondern das Aussprechen der `gefühlten Wahrheit`“ führe im postfaktischen Zeitalter zum Erfolg. Auf Platz 2 wählte die GfdS-Jury den Begriff Brexit, gefolgt von Silvesternacht, Schmähkritik, Trump-Effekt und Social Bots. Platz 7 bis 10 belegen: schlechtes Blut, Gruselclown, Burkiniverbot und `Oh, wie schön ist Panama`. +++


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1 Kommentar

  1. Postfaktisch – ein Begriff, den man weniger mit dem Verstand als vielmehr mit dem Gefühl erfassen kann. Was liegt da näher als ein Versuch, ihn musikalisch zu beschreiben.

    Postfaktische Welt =

    – verkehrte Welt?
    http://youtu.be/QqoSPmtOYc8

    – virtuelle Welt?
    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    – Gefühlswelt?
    http://youtu.be/szb5xVSfU8A
    Ich wehre mich aber dagegen, Gefühle als postfaktisch zu verunglimpfen. Das Postfaktische ist eher die „gefühlte“ Wahrheit, die „gefühlte“ Politik!

    – soziale Medien-Welt?
    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    – Welt der Wahlkampfversprechen von Politikern?
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    http://youtu.be/QGOx8I0COYg

    – Welt der Auto-Abgasbetrüger, Klimawandel-Leugner, soziale Ungleichheits-Leugner?
    https://youtu.be/njj5Z7KzG60
    https://youtu.be/s7Ivdm2-ZCQ
    https://youtu.be/mQvThNJkKbA

    Sehen bzw. hören Sie selbst.
    Viel Spaß!

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