Poppenhausen will Belastungen durch Umleitungsverkehr reduzieren

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Die Gemeinde Poppenhausen nimmt die Hinweise und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger angesichts der zusätzlichen Verkehrsbelastung seit der Sperrung der Ortsdurchfahrt in Gersfeld sehr ernst. Das betont Bürgermeisterin Alexandra Ballweg in einer Antwort gegenüber fuldainfo.de. Seit der Sperrung ist nach Angaben der Gemeinde eine deutliche Zunahme des Verkehrs in Poppenhausen und insbesondere auf den betroffenen Verbindungsstraßen festzustellen. Auch von Anwohnerinnen und Anwohnern erreichen die Gemeinde entsprechende Rückmeldungen über eine erhöhte Verkehrs- und Lärmbelastung.

Ob und in welchem Umfang dabei insbesondere der Schwerlastverkehr auf der L 3033 zugenommen hat, lässt sich derzeit allerdings noch nicht durch eine eigene Verkehrszählung der Gemeinde mit konkreten Zahlen belegen. Die von den Bürgerinnen und Bürgern geschilderten Beobachtungen, darunter auch eine deutliche Zunahme von Lastkraftwagen, nimmt die Gemeinde nach eigenen Angaben jedoch sehr ernst.

Die aktuelle Situation ist für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner zweifellos belastend. Besonders sensibel ist die Lage dort, wo die Landesstraße durch den Ortskern führt und sich Einrichtungen wie Kindertagesstätte, Kinderkrippe, Tagespflege und Geschäfte befinden. Hinzu kommt, dass die bestehende Tempo-30-Regelung nach den Rückmeldungen aus der Bevölkerung und bestätigt durch die vor einer Woche installierte Messeinheit nicht immer eingehalten wird.

Die Gemeinde steht deshalb bereits im Austausch mit den zuständigen Stellen und prüft derzeit, welche Möglichkeiten bestehen, um die zusätzlichen Belastungen für Poppenhausen zu reduzieren. Dazu gehören insbesondere Gespräche mit Hessen Mobil und den weiteren zuständigen Verkehrsbehörden. Dabei geht es auch um die Frage, wie der Verkehr möglichst verträglich durch den Ort geführt und die Verkehrssicherheit verbessert werden kann.

Geprüft werden ausdrücklich alle Möglichkeiten, zusätzlichen Verkehr zu vermeiden oder den bestehenden Verkehr zu beruhigen. Dazu gehört auch die Frage, ob und welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen angesichts der besonderen Situation sinnvoll und rechtlich möglich sind. Die Gemeinde kann entsprechende Maßnahmen allerdings nicht allein anordnen. Je nach Maßnahme sind dafür die jeweils zuständigen Verkehrs- und Straßenbaubehörden verantwortlich.

Auch die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen ist ein wichtiger Punkt. Die Gemeinde selbst verfügt nicht über die Möglichkeit, Geschwindigkeitskontrollen eigenständig durchzuführen. Sie steht jedoch mit den zuständigen Stellen im Gespräch, um die Situation entsprechend zu schildern und mögliche Lösungen zu entwickeln.

Die bei der Gemeinde eingehenden Hinweise aus der Bevölkerung sind dabei eine wichtige Grundlage. Die Bürgerinnen und Bürger werden deshalb weiterhin gebeten, konkrete Gefährdungen, besondere Vorkommnisse oder auffällige Situationen der Gemeinde mitzuteilen. Nur wenn die Belastung nachvollziehbar dokumentiert wird, kann die Gemeinde gegenüber den zuständigen Stellen entsprechend argumentieren. Gleichzeitig liegen bereits erste Rückmeldungen vor, dass die installierte Messstelle an der Apotheke dazu führt, dass langsamer gefahren wird.

Für die kommenden Monate muss sich Poppenhausen darauf einstellen, dass die Sperrung der B 279 und damit auch die Umleitung weiterhin Auswirkungen auf den Ort haben wird. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Gemeinde, die Belastungen nicht einfach hinzunehmen, sondern gemeinsam mit den zuständigen Behörden nach Lösungen zu suchen.

Das Ziel der Gemeinde ist dabei klar: Die notwendige Sanierung der B 279 in Gersfeld soll durchgeführt werden können, gleichzeitig müssen die Auswirkungen der Umleitung auf die Bevölkerung in Poppenhausen so gering wie möglich gehalten werden. +++


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